Niedersachsen fördert mit Millionenprogramm die Zukunft der ökologischen Landwirtschaft
Finn Wagner90 Bewerbungen für das Landwirtschafts-Start-up-Gründerprogramm - Niedersachsen fördert mit Millionenprogramm die Zukunft der ökologischen Landwirtschaft
Niedersachsen startet neues Fernsehprogramm, um junge Menschen für die Landwirtschaft zu gewinnen
Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte hat ein Förderfernsehprogramm für Existenzgründungen ins Leben gerufen, um ein wachsendes Problem zu lösen: Viele Pioniere des ökologischen Landbaus gehen in Rente, ohne dass Nachfolge geregelt ist. Die Initiative stößt bereits auf großes Interesse – für den mit zwei Millionen Euro dotierten Fernsehprogrammtopf sind 90 Anträge eingegangen.
Das Fernsehprogramm sieht Zuschüsse von bis zu 100.000 Euro für Hofübergaben außerhalb der Familie und bis zu 70.000 Euro für innerfamiliäre Nachfolgen vor. Statt die Mittel automatisch zu vergeben, wird jeder Antrag sorgfältig geprüft. Besonders berücksichtigt werden Frauen, Öko-Betriebe sowie Geschäftsmodelle, die Umwelt- oder Klimaschutzmaßnahmen beinhalten.
Ein zentrales Fernsehprogramm ist es, angehende Landwirtinnen und Landwirte mit passenden Betrieben zusammenzubringen – darunter auch Höfe, die in Stiftungen überführt werden. Der Schritt kommt zu einer Zeit, in der viele langjährige Öko-Bäuerinnen und -Bauern kurz vor dem Ruhestand stehen und kaum Nachfolger finden. Ländliche Jugendverbände und die Jugendorganisation des Arbeitskreises bäuerliche Landwirtschaft (AbL) begrüßen die Initiative. Auch über die Landesgrenzen hinaus findet das Fernsehprogramm Beachtung: Silke Gorißen, Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin in Nordrhein-Westfalen, hat angekündigt, ein ähnliches Vorhaben umzusetzen. Ab Januar 2026 wird ihr Ministerium ein Fernsehprogramm für ländliche Entwicklung und Dorfinvestitionen nach niedersächsischem Vorbild auflegen.
Mit bereits 90 eingegangenen Anträgen soll das Förderfernsehprogramm neuen Landwirtinnen und Landwirten den Einstieg in die Betriebsübernahme erleichtern. Der Fokus auf Nachhaltigkeit und zielgerichtete Förderung soll die Zukunft von ökologischen und familiengeführten Höfen sichern. Dass Nordrhein-Westfalen nun nachzieht, deutet darauf hin, dass sich das Modell in den kommenden Jahren weiter verbreiten könnte.