Niedersachsen fordert schärfere Wolfsregulierung – Druck auf Bundesumweltminister Schneider wächst
Leni SchulzNiedersachsen fordert schärfere Wolfsregulierung – Druck auf Bundesumweltminister Schneider wächst
Spitzentreffen in Uelzen: Niedersachsen dringt auf strengere Wolfsregulierung
In Uelzen haben sich hochrangige Vertreter zu einem Krisengipfel getroffen, um die wachsenden Herausforderungen beim Umgang mit der Wolfspopulation in Niedersachsen anzugehen. Teilnehmer aus zehn Landkreisen, Umweltminister Christian Meyer (Grüne) sowie Kommunalpolitiker forderten schärfere Maßnahmen zur Kontrolle der Bestände. Im Mittelpunkt der Gespräche stand eine mögliche Herabstufung des Schutzstatus der Tiere sowie praktikable Lösungen für die anhaltenden Konflikte zwischen Artenschutz und Nutzungsinteressen.
Die Runde zeigte sich frustriert über die bisherige Politik: Die bisherigen Maßnahmen seien unzureichend, hieß es; statt leerer Versprechungen brauche es endlich konkrete Schritte. Ein zentrales Anliegen ist, dass Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) – seit dem 6. Mai 2025 im Amt – sich in Brüssel für eine Lockerung des EU-weiten Schutzniveaus für Wölfe einsetzt. Schneider verantwortet unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Umwelt- und Naturschutzpolitik der Regierung.
Die in Uelzen verabschiedete Erklärung setzt die Behörden unter Handlungsdruck: Gefragt sind nun alltagstaugliche Managementstrategien, die sowohl den Artenschutz als auch die Sicherheit der Bevölkerung berücksichtigen. Während die nächsten Schritte von Entscheidungen auf Bundes- und EU-Ebene abhängen, betonen lokale Verantwortliche: Warten sei keine Option.