04 April 2026, 00:41

Niedersachsen geht gegen Steuertricks von Influencern vor – mit Erfolg

Eine Zeichnung einer Gruppe von Menschen, die vor einer Tür stehen, mit einer Person auf einer Leiter und einer anderen, die ein Objekt hält, mit dem Text 'vierteljährliche Dunns oder glamouröse Steuerfahnder' unten.

Niedersachsen geht gegen Steuertricks von Influencern vor – mit Erfolg

Steuerbehörden in Niedersachsen verschärfen Prüfungen von Influencer-Einnahmen

Die Finanzämter in Niedersachsen intensivieren ihre Bemühungen, die Einkünfte von Influencern genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein landesweites Schulungsprogramm bereitet Prüfer nun darauf vor, die Komplexität digitaler Einnahmequellen zu bewältigen. Der Schritt folgt auf Jahre wachsender Aufmerksamkeit für die Steuerkonformität von Social-Media-Profiis.

Bereits 2017 hatte Niedersachsen eine Sonderarbeitsgruppe eingerichtet, um "digitale aktive Steuerzahler" – darunter Influencer – zu untersuchen. Seither wurden landesweit 258 Prüfungsanordnungen erlassen. Von den bisher abgeschlossenen 233 Fällen führten 55 zu Nachzahlungen in Höhe von insgesamt 276.449 Euro, während in 33 Fällen keine Unstimmigkeiten festgestellt wurden.

Die Arbeit gestaltet sich jedoch alles andere als einfach. Die Einnahmequellen von Influencern sind äußerst vielfältig, und die Ermittlung steuerpflichtiger Erträge gestaltet sich oft schwierig. Dennoch entspricht der Anteil fehlerfreier Prüfungen bei Influencern in etwa dem anderer Selbstständigengruppen.

Um die Kontrolle zu verbessern, hat Niedersachsen das Thema Influencer-Besteuerung fest in die Ausbildung neuer Prüfer integriert. Praktische Workshops und Fallstudien sind nun Teil des Lehrplans. Gleichzeitig werten Ermittler Tausende Datensätze von großen Social-Media-Plattformen aus, die von anderen Bundesländern geteilt werden.

In anderen Teilen Deutschlands zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Nordrhein-Westfalen prüft derzeit 6.000 Datensätze und hat 200 laufende Verfahren. Hamburg erwartet bis Anfang 2026 den Abschluss von 140 Prüfungen. Auch Berlin und Baden-Württemberg beobachten die Einnahmen von Influencern genau. Eine bundesweite Gesamtstatistik gibt es jedoch nicht, da die Länder keine einheitlichen Daten erfassen.

Niedersachsens Ansatz kombiniert Schulungen mit gezielten Prüfungen, um Steuerlücken in der Influencer-Wirtschaft zu schließen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen sowohl Regelkonformität als auch Nachzahlungen – allein in jüngsten Fällen wurden 276.449 Euro nacherhoben. Andere Bundesländer gehen ähnliche Wege, doch ein umfassender nationaler Überblick bleibt vorerst außer Reichweite.

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AKTUALISIERUNG

New Whistleblower Portal Launched to Target Influencer Tax Evasion

Lower Saxony has introduced an anonymous whistleblower system to strengthen tax enforcement. Key details include:

  • The portal launched on 22 April 2025, inspired by Baden-Württemberg's model.
  • Citizens can report suspicious tax cases anonymously via a secure digital platform.
  • Officials expect this to significantly increase reports of influencer-related tax issues.