Niedersachsen investiert Rekordsummen in Hochwasserschutz und Küstensicherung
Finn WagnerNiedersachsen investiert Rekordsummen in Hochwasserschutz und Küstensicherung
Niedersachsen will eigenen Ausgabenrekord für Hochwasser- und Küstenschutz brechen
In diesem Jahr wird Niedersachsen seine bisherigen Ausgaben für Hochwasser- und Küstenschutz deutlich übertreffen. Die Landesregierung hat eine massive Aufstockung der Mittel angekündigt, um langjährige Infrastrukturdefizite zu beheben. Sowohl der Küstenschutz als auch der Binnenschutz vor Überschwemmungen erhalten beträchtliche finanzielle Unterstützung.
Das Umweltministerium in Hannover bestätigte die Rekordinvestitionen nach jahrelangen Forderungen von Deichverbänden und Kommunen. Diese hatten wiederholt auf den dringenden Modernisierungsbedarf veralteter Pumpwerke, Entwässerungssysteme und wasserwirtschaftlicher Anlagen hingewiesen. Viele Projekte waren in den vergangenen Jahren wegen unzureichender Finanzierung aufgeschoben worden.
Gemeinden, Wasserverbände und Deichverbände haben bereits zahlreiche Anträge für Sanierungsarbeiten eingereicht. Die Vorhaben reichen von Deichverlegungen bis zur Renaturierung von Auengebieten. Allein für den Binnenhochwasserschutz wurden zusätzlich 46 Millionen Euro bereitgestellt.
Der Küstenschutz bleibt eine gemeinsame Aufgabe: Der Bund übernimmt 70 Prozent der Kosten, das Land finanziert die verbleibenden 30 Prozent. Aktuelle Zahlen zeigen, dass Niedersachsen 2024 rund 79 Millionen Euro für den Schutz von Küste und Inseln ausgeben wird, 2025 steigt die Summe auf 81 Millionen Euro. Die für 2026 geplanten Investitionen werden dann den bisherigen Rekord von 81 Millionen Euro aus dem Vorjahr übertreffen.
Mit den zusätzlichen Mitteln soll der Stau bei der Modernisierung kritischer Hochwasserschutzanlagen abgebaut werden. Da nun mehr Projekte vorankommen, können Kommunen mit der Sanierung veralteter Infrastruktur beginnen. Das Engagement des Landes spiegelt die wachsende Sorge vor klimabedingten Risiken und die Notwendigkeit robusterer Schutzmaßnahmen wider.






