29 January 2026, 06:13

Niedersachsen klettert im Ländervergleich auf Platz drei – doch die Finanzverwaltung bleibt Problemkind

Eine detaillierte Schwarz-Weiß-Karte von Ober- und Niedersachsen, die geographische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit informativem Text darübergelegt.

Niedersachsen macht Sprung in Attraktivität für Unternehmen - Niedersachsen klettert im Ländervergleich auf Platz drei – doch die Finanzverwaltung bleibt Problemkind

Niedersachsen klettert im Ländervergleich stark nach oben – vom 10. auf den 3. Platz innerhalb nur eines Jahres. Das Bundesland überholte sieben andere, doch die Finanzverwaltung bleibt eine Schwachstelle. Eine aktuelle Studie zeigt sowohl Stärken als auch anhaltende Herausforderungen in zentralen Bereichen auf.

Laut der jüngsten ZEW-Studie glänzt Niedersachsen vor allem in der Infrastruktur: Gemeinsam mit Sachsen belegt es den ersten Platz – dank niedriger Netzentgelte für Unternehmen und eines besonders zuverlässigen Stromnetzes. Dieser Erfolg trug maßgeblich zum Aufstieg in der Gesamtwertung bei.

Auch im Bildungsbereich schnitt das Land gut ab: Nach dem Spitzenplatz in der Kategorie "Hochschulbildung" 2022 rutschte Niedersachsen 2023 zwar auf Rang drei ab, zählt aber weiterhin zu den führenden Bundesländer in diesem Segment.

Doch die Studie offenbart auch anhaltende Defizite: Bei der Qualität der Finanzverwaltung landet Niedersachsen auf dem vorletzten Platz – noch vor Nordrhein-Westfalen. Zudem gibt es Rückstände in den Bereichen Steuerpolitik, Arbeitsmarkt und Humankapital sowie bei der Finanzierung. Rheinland-Pfalz wiederum schneidet im übergeordneten Bereich "Institutionen" (inklusive Verwaltungsleistung) am schlechtesten ab.

Niedersachsens Sprung auf Platz drei im Ländervergleich unterstreicht seine Stärken in Infrastruktur und Bildung. Doch in der Finanzverwaltung und anderen Schlüsselbereichen hinkt das Land noch hinterher. Die Studienergebnisse zeigen deutlich: Hier führt das Bundesland vorne – und hier besteht dringender Handlungsbedarf.