25 February 2026, 18:24

Niedersachsen treibt schärfere Glücksspielregeln mit neuem Staatsvertrag voran

Ein Mann im Anzug und mit Krawatte spricht vor einer Wand in ein Mikrofon, wahrscheinlich in Reaktion auf Nachrichten über ein Regierungsgesetz zur Verbots des Internets.

Niedersachsen treibt schärfere Glücksspielregeln mit neuem Staatsvertrag voran

Bundesländer treiben Reform des Glücksspielrechts voran

Das Innenministerium von Niedersachsen für Inneres, Sport und Digitalisierung hat einen Entwurf für den Zweiten Glücksspieländerungsstaatsvertrag gebilligt, der den Glücksspielstaatsvertrag von 2021 novelliert. Die Änderungen zielen darauf ab, die Aufsicht zu verschärfen und die Durchsetzung im Glücksspielsektor zu verbessern.

Ausgangspunkt war die einstimmige Unterstützung aller 16 Bundesländer für den Ersten Glücksspielstaatsvertrag im Jahr 2021 – selbst Schleswig-Holstein, das zuvor eigene Regeln verfolgte, schloss sich dem Konsens an. Nun soll die aktuelle Initiative des Bundesrats, deren Bewertung für 2026 vorgesehen ist, bestehende Vorschriften präzisieren, etwa die Tischlimits bei Online-Poker, ohne die Mitwirkungsrechte der Bundesländer zu beschneiden.

Ein zentraler Punkt des neuen Entwurfs ist die bessere Datenerfassung, insbesondere zur Zuverlässigkeit von Personen, die in der Glücksspielbranche tätig sind. Zudem erhalten die Aufsichtsbehörden erweiterte Ermittlungsbefugnisse, um Informationen von deutschen Strafverfolgungsbehörden und ausländischen Stellen anfordern zu können.

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Eine weitere wichtige Neuerung betrifft die Anpassung der Regeln zur Netzwerksperre (IP-Sperre), um deren rechtssichere Anwendung zu gewährleisten. Sobald der Zweite Glücksspielstaatsvertrag finalisiert ist, soll er noch vor Jahresende unterzeichnet werden. Anschließend wird Niedersachsen einen Ratifizierungsentwurf für den Landtag vorlegen.

Die überarbeitete Vereinbarung stattet die Aufsichtsbehörden mit mehr Kontrollinstrumenten aus, präzisiert die Handhabung von IP-Sperren und verschärft die Überprüfung von Branchenakteuren. Die endgültige Fassung soll noch in diesem Jahr unterzeichnet werden, gefolgt von den notwendigen Zustimmungen auf Landesebene.