04 March 2026, 18:36

Niedersachsen will Familien-Influencer mit strengen Regeln zügeln

Ein Plakat mit einem Zitat aus Building a Better America, das besagt: "Wir müssen soziale Medien-Plattformen für das nationale Experiment zur Verantwortung ziehen, das sie an unseren Kindern durchführen - zum Profit.", verziert mit Sternen.

Landtag diskutiert Regeln für Familien-Influencer - Niedersachsen will Familien-Influencer mit strengen Regeln zügeln

Politiker in Niedersachsen drängen auf strengere Regeln für Familien-Influencer, die ihre Kinder in Online-Inhalten präsentieren. SPD und Grüne werden das Thema am kommenden Mittwoch im Landtag debattieren. Ihre Vorschläge umfassen neue Schutzmaßnahmen, um die Privatsphäre und die Einnahmen der Kinder aus Social-Media-Aktivitäten zu sichern.

Die Koalition fordert, dass Eltern, die mit Familiencontent Geld verdienen, vor der Veröffentlichung eine offizielle Genehmigung einholen müssen. Zudem soll ein Teil der Einnahmen für das Kind zurückgelegt werden – inspiriert von bestehenden französischen Gesetzen. Ein weiterer zentraler Punkt ist ein Verbot von Inhalten, die das Recht auf Privatsphäre oder die Sicherheit von Kindern gefährden könnten.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht eine Aktualisierung des Jugendarbeitsschutzgesetzes, um die Tätigkeit von Influencern zu erfassen. Bisher gibt es in keinem deutschen Bundesland spezifische Regelungen für Familien-Influencer, was eine rechtliche Grauzone schafft. Daneben wird der Landtag weitere Themen behandeln, etwa die Bereitstellung von Leih-Tablets für Schulen sowie die Überprüfung von Kürzungen bei Bundesmitteln für Sprachkurse von Migranten.

Auch die Hebammenversorgung in der Region steht auf der Tagesordnung. Priorität hat für die Koalition jedoch, die Landesregierung zu drängen, sich auf Bundesebene für Reformen im Umgang mit Familien-Influencern einzusetzen.

Ziel der Debatte ist es, klarere Schutzbestimmungen für Kinder zu schaffen, die in Online-Inhalten gezeigt werden. Sollten die Maßnahmen beschlossen werden, wären künftig elterliche Genehmigungen und finanzielle Absicherungen für die jungen Teilnehmer verpflichtend. Das Ergebnis könnte eine Vorlage für andere Bundesländer sein, die ähnliche Regelungen erwägen.

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