Niedersachsens Baumschulen schrumpfen – doch Ammerland bleibt stark wie eh und je
Leni SchulzNiedersachsens Baumschulen schrumpfen – doch Ammerland bleibt stark wie eh und je
Niedersachsens Baumschulbranche durchlebt spürbare Veränderungen
In den vergangenen Jahren hat sich die Baumschulwirtschaft in Niedersachsen deutlich gewandelt. Aktuelle Zahlen aus dem Jahr 2025 zeigen einen Rückgang sowohl bei der Flächennutzung als auch bei der Anzahl der Betriebe – doch in bestimmten Bereichen gab es auch ein Wachstum. Der Landkreis Ammerland bleibt ein zentraler Standort und beherbergt fast die Hälfte aller Baumschulen des Landes auf einem beträchtlichen Teil der Fläche.
2025 zählt Niedersachsen 346 Baumschulbetriebe, die insgesamt 4.060 Hektar bewirtschaften. Das entspricht einem Rückgang der Betriebszahl um 13 % seit 2021. Auch die gesamte Anbaufläche ist im gleichen Zeitraum um 15 % geschrumpft.
Der Landkreis Ammerland sticht als Herzstück des Zierpflanzenanbaus hervor: Hier sind 43 % aller niedersächsischen Baumschulen angesiedelt, und die Region umfasst mehr als die Hälfte der landesweiten Baumschulfläche. Innerhalb Ammerlands entfallen 1.336 Hektar auf Ziergehölze – das sind 50 % der dortigen Anbaufläche. Forst- und Heckenpflanzen nehmen weitere 18 % der Fläche ein. Trotz des allgemeinen Rückgangs gibt es auch Expansionsbereiche: Die Flächen unter hohen, begehbaren Schutzabdeckungen sind seit 2021 um 15 % gewachsen. Gleichzeitig werden auf 100 Hektar landesweit Veredelungspflanzen wie Rosen angebaut, wobei ein Drittel dieser Fläche im Landkreis Cloppenburg liegt.
Die Branche in Niedersachsen passt sich weiter an – mit weniger Betrieben und schrumpfenden Flächen. Dennoch bleibt Ammerland dominierend, insbesondere im Zierpflanzenanbau und bei geschützten Kulturen. Die Fokussierung auf bestimmte Pflanzen und Regionen unterstreicht die sich wandelnden Prioritäten der Branche.