Niedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleister wachsen, Industrie und Energie kämpfen
Philipp HartmannNiedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleister wachsen, Industrie und Energie kämpfen
Niedersachsens Wirtschaft zeigte 2024 ein gemischtes Bild: Rückläufige Umsätze bei leichtem Unternehmenszuwachs
Die Wirtschaft in Niedersachsen verzeichnete 2024 uneinheitliche Entwicklungen: Während die Gesamtumsätze sanken, verzeichneten die Dienstleistungsbranchen ein Wachstum. Bei Unternehmen mit Umsatzsteuerpflicht gingen die Erlöse um 1,8 Prozent auf rund 746 Milliarden Euro zurück. Trotz dieses Rückgangs stieg die Zahl der Betriebe in der Region leicht um 0,6 Prozent auf 276.260.
Hauptverantwortlich für den Umsatzrückgang waren die Krisen in der Energiebranche und im verarbeitenden Gewerbe. Energieversorger erlitten den stärksten Einbruch – ihre Erlöse brachen um 17 Prozent ein. Auch die Industrie hatte zu kämpfen und verbuchte ein Minus von 5,5 Prozent beim Jahresumsatz.
Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes waren insbesondere der Maschinenbau, die Metallherstellung und -verarbeitung stark betroffen. Auch handelsnahe Branchen verzeichneten deutliche Verluste. Diese Rückgänge konnten durch Zuwächse in anderen Bereichen jedoch nicht vollständig ausgeglichen werden.
Deutlich besser schnitten die dienstleistungsorientierten Sektoren ab: Finanz- und Versicherungsdienstleistungen legten spürbar zu, und auch wissenschaftliche, technische und unternehmensnahe Dienstleistungen meldeten höhere Umsätze. Die Daten deuten auf einen strukturellen Wandel hin, der Niedersachsen zunehmend zu einer dienstleistungsgeprägten Wirtschaft macht.
Konkrete Zahlen dazu, wie sich diese Umsatzveränderungen auf Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit in der Region auswirkten, lagen nicht vor.
Die Zahlen für 2024 unterstreichen die wachsende Spaltung der niedersächsischen Wirtschaft: Während Dienstleistungsbranchen expandierten, mussten traditionelle Sektoren wie Energie und Industrie deutliche Rückgänge hinnehmen. Der allgemeine Umsatzrückgang steht dabei im Kontrast zum leichten Anstieg der Unternehmenszahlen in der Region.






