04 February 2026, 00:46

Olaf Scholz verpasst Weiberfastnacht wegen EU-Krisensitzung in Brüssel

Ein Porträt von Johann Wolfgang von Goethe in einer schwarzen Robe, das auf einem alten Dokument von 1789 mit Text darauf abgebildet ist.

Olaf Scholz verpasst Weiberfastnacht wegen EU-Krisensitzung in Brüssel

Bundeskanzler Olaf Scholz verbrachte Weiberfastnacht in einer Strategiebesprechung in Brüssel – statt an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Geboren am 11. November 1955, fühlt er sich seit jeher persönlich mit den Karnevalstraditionen verbunden. Seine rheinischen Wurzeln und sein Geburtstagsdatum verbinden ihn eng mit dem Geist des Festes.

Scholz wuchs im Sauerland auf, das einst zum Kurfürstentum Köln gehörte. Dort vermischen sich Karneval und Schützenfeste zu einer ruhigeren Tradition als die lebhaften Feiern am Rhein. Seine Großmutter, die aus Andernach bei Koblenz stammte, festigte seine Bindung an die rheinischen Bräuche.

Weiberfastnacht entstand im 19. Jahrhundert als rheinische Tradition, bei der Frauen scherzhaft die Macht übernahmen, indem sie Männern die Krawatten abschnitten. Städte wie Köln, Düsseldorf und Mainz übernahmen den Brauch, während im Sauerland Umzüge und maskierte Aufzüge im Vordergrund standen.

Der Kanzler hatte im vergangenen Jahrhundert drei Geburtstage, die auf den 11. November fielen – 1966, 1977 und 1988 –, jeweils ein "rundes Alter" für ihn. Doch diesmal rief die Pflicht. Er nahm an einer nicht öffentlichen Sitzung nahe Brüssel teil, bei der es um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie ging. Später am Tag waren Gespräche mit Teilen des Bundeskabinetts geplant.

Trotz seines vollen Terminkalenders gab Scholz zu, dass er lieber am Karnevalstrubel teilgenommen hätte.

Die Brüsseler Gespräche hielten Scholz von den Feiern fern, die er sonst schätzt. Seine Verbindung zum Karneval ist tief verwurzelt – geprägt von Familie und regionalen Traditionen. Doch an diesem Tag ging es nicht um festliche Bräuche, sondern um die wirtschaftliche Zukunft Europas.