Olivia Rodrigo trotzt Kritik: Warum ihr Babydoll-Kleid eine feministische Debatte entfachte
Philipp HartmannOlivia Rodrigo trotzt Kritik: Warum ihr Babydoll-Kleid eine feministische Debatte entfachte
Olivia Rodrigos kommendes Album sorgt bereits für Schlagzeilen – und zwar nicht nur wegen der Musik. Die 21-jährige Sängerin sieht sich anhaltender Kritik an ihren Modeentscheidungen ausgesetzt, insbesondere an einem verspielt-rüschigen Babydoll-Kleid, das sie in ihrem Musikvideo zu Drop Dead sowie bei einem jüngsten Auftritt in Barcelona trug. Nun melden sich Branchengrößen wie Courtney Love zu Wort, um sie gegen eine von Rodrigo als „seltsam“ und „beunruhigend“ bezeichnete Gegenreaktion zu verteidigen.
Der Streit, von Fans scherzhaft als „Babydoll-Kleid-Affäre“ betitelt, entbrannte nach der Premiere des Drop Dead-Videos. Kritiker warfen dem Outfit vor, zu provokant zu sein – eine Reaktion, auf die Rodrigo später in einem Podcast einging. Sie argumentierte, die Kritik offenbare tiefere Probleme, darunter die gesellschaftliche Tendenz, junge Frauen für männliche Begierden verantwortlich zu machen, während belästigendes Verhalten entschuldigt werde.
Rodrigo unterstrich ihre Haltung, indem sie bei einem Live-Konzert in Barcelona erneut ein ähnliches Kleid trug. Dieser Schritt heizte die Debatte weiter an und löste Stellungnahmen anderer Künstlerinnen aus. Courtney Love, seit langem eine feministische Punk-Ikone, verteidigte Rodrigo öffentlich, indem sie unterstützende Beiträge in den sozialen Medien teilte.
Die Sängerin nennt Love neben Kathleen Hanna als prägende Inspirationsquellen für ihre mutigen Modestatements. Trotz des Aufruhrs bleibt Rodrigo auf ihre Musik fokussiert. Ihr drittes Studioalbum You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love erscheint am 12. Juni und enthält bereits erfolgreiche Singles wie Drop Dead und The Cure.
Die Albumveröffentlichung gewinnt nun zusätzliche Brisanz nach Wochen öffentlicher Kontroversen. Die Diskussion um ihre Outfits hat breitere Debatten über Sexismus in der Musikbranche ins Rampenlicht gerückt. Mit prominenten Unterstützerinnen und einem neuen Album im Gepäck setzt Rodrigo sich weiterhin gegen ihre Kritiker zur Wehr – während sie sich auf ihr nächstes Kapitel vorbereitet.






