04 March 2026, 09:17

"Opferpopp 2.0": Wie ein immersives Theaterstück Halles Geschichte lebendig macht

Das 20. Jahrhundert Theater in Detroit, Michigan, ein Gebäude mit Glaswänden und Namensschildern, umgeben von Bäumen und Strommasten mit Drähten, unter einem bewölkten Himmel.

"Opferpopp 2.0": Wie ein immersives Theaterstück Halles Geschichte lebendig macht

"Opferpopp 2.0 – Ein Requiem" – Immersionstheater über Erinnerung und ungelöste Schicksale

Am 5. März 2026 eröffnet im nt-Schaufenster des Thalia Theaters Halle eine neue immersive Theaterinstallation mit dem Titel "Opferpopp 2.0 – Ein Requiem". Bis zum 22. März setzt sich die Produktion mit dem 2007 uraufgeführten Stück "Opferpopp" auseinander, in dem junge Laiendarsteller:innen ihre persönlichen Geschichten teilten. Diesmal verwandelt das Projekt den Veranstaltungsort in das Klubhaus Kluth – einen Ort der Erinnerung, der Performance und der Reflexion.

Die Installation ist Teil der Reihe "ERINNERN IST HEIMAT", die sich mit der Geschichte Halles, seinen Verpflichtungen und offenen Fragen beschäftigt. Jeder Abend von "Opferpopp 2.0" widmet sich einem anderen Thema und stellt gängige Klischees über "Problemkinder" sowie Erfahrungen von Gewalt infrage. Das Publikum kann sich frei im Raum bewegen und selbst entscheiden, wie intensiv es sich mit der Ausstellung, der Club-Atmosphäre oder den Live-Performances auseinandersetzt.

Regisseur Mirko Borscht und der Videokünstler Hannes Hesse leiten das Projekt und zeichnen die Lebenswege der ursprünglichen Ensemblemitglieder nach. Ihre Arbeit wirft die Frage auf: "Was wurde aus ihnen?" Gleichzeitig ehrt die Produktion Alexander Kluth, ein Mitglied des Ensembles von 2007, der inzwischen verstorben ist. Das Klubhaus Kluth dient dabei als Ort des Gedenkens.

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Ausdrücklich eingeladen sind Jugendliche ab 14 Jahren. Die Veranstalter:innen möchten einen dauerhaften Begegnungsort für junge Menschen schaffen, der Dialog und Vernetzung fördert.

Drei Wochen lang verbindet die Installation Performance, Ausstellung und interaktive Elemente. Über das weitere Leben der damaligen jungen Schauspieler:innen gibt es keine öffentlichen Aufzeichnungen – ihre Geschichten blieben teilweise unerzählt. "Opferpopp 2.0" versucht, diese Lücke zu schließen, und schafft zugleich einen Raum für Reflexion und Gemeinschaft.