Österreichs Politiker erhalten 2025 erste Gehaltserhöhung nach drei Jahren Stagnation
Philipp HartmannÖsterreichs Politiker erhalten 2025 erste Gehaltserhöhung nach drei Jahren Stagnation
Österreichische Bundespolitiker sollen 2025 eine Gehaltserhöhung erhalten. Die Anpassung folgt auf Jahre der Lohnstagnation und Korrekturen, die mit der Inflation nicht Schritt halten konnten. Die Koalitionsparteien brachten den Vorschlag vergangene Woche im Nationalrat ein.
Die Bezüge von Regierungsmitgliedern und des Bundespräsidenten blieben in den vergangenen drei Jahren unverändert. 2024 erhielten Abgeordnete des National- und Bundesrats zwar eine Erhöhung, diese lag jedoch nur bei der Hälfte der Inflationsrate – ihre Einkommen sanken damit real spürbar.
Die Österreichische Volkspartei (ÖVP), die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) und die NEOS haben sich nun auf eine Reform der Politikerbezüge geeinigt. Die Anpassung 2025 betrifft den Bundespräsidenten, den Bundeskanzler, den Vizekanzler, alle Regierungsmitglieder, die Abgeordneten von National- und Bundesrat, den Präsidenten des Rechnungshofs sowie die Volksanwaltschaft.
Die Erhöhung um ein Prozent ist die erste Anpassung nach drei Jahren eingefrorener Gehälter. Sie wird als Beitrag zur Haushaltskonsolidierung dargestellt, da sie die Inflation nicht vollständig ausgleicht. Die Mittel für Parteien, Parlamentsklubs und Akademien bleiben in den nächsten zwei Jahren unverändert.
Die Gehaltserhöhung tritt 2025 in Kraft und stellt die erste Anpassung seit 2021 dar. Sie gilt für Spitzenbeamte und Mandatare, nicht jedoch für die Budgets von Parteien oder Akademien. Mit der Maßnahme soll der langjährigen Kritik an der schleichenden Aushöhlung der Politikergehälter begegnet werden.






