Peine kämpft mit 5 Millionen Euro ausstehenden Forderungen und drohender Verjährung
Leni SchulzPeine kämpft mit 5 Millionen Euro ausstehenden Forderungen und drohender Verjährung
Die Stadt Peine steht vor steigenden ausstehenden Forderungen Dritter. Bis April 2025 summierten sich die offenen Posten auf fast 5 Millionen Euro – ein Anstieg um 200.000 Euro in kurzer Zeit. Die wachsende Summe belastet die städtischen Finanzen, wobei rückständige Gewerbesteuern den größten Anteil ausmachen.
Ende April 2025 beliefen sich die uneinbringlichen Forderungen auf rund 4,72 Millionen Euro. Seitdem ist die Zahl auf fast 4,9 Millionen Euro gestiegen. Den größten Teil davon – etwa 2,8 Millionen Euro – machen ausstehende Gewerbesteuerzahlungen aus, die mehr als die Hälfte der Gesamtlast ausmachen.
Weitere erhebliche Beträge sind 260.000 Euro an unbeglichenen Unterkunftskosten und 185.000 Euro an rückständigen Grundsteuern. Auch Schulden aus der Privatwirtschaft sowie Bußgelder und Gebühren belasten die Bilanz: Rund 1,6 Millionen Euro stammen aus Strafen, Gebühren und rechtlichen Ansprüchen.
Zusätzlich drohen der Stadt Risiken, da einige Forderungen kurz vor der gesetzlichen Verjährungsfrist stehen. Besonders Bußgelder und zivilrechtliche Ansprüche könnten verfallen, bevor sie eingezogen werden können. Allerdings liegen keine Vergleichszahlen vor, wie sich die diesjährigen ausstehenden Forderungen zu denen des gleichen Zeitraums 2024 verhalten.
Die Stadtkasse kämpft weiterhin mit uneinbringlichen Forderungen, die im Vergleich zum Vorjahr moderat gestiegen sind. Mit fast 5 Millionen Euro an offenen Posten müssen die Verantwortlichen handeln, bevor weitere Schulden uneinbringlich werden. Die rückständigen Gewerbesteuern bleiben das größte Problem, doch auch Bußgelder und Privatwirtschaftsschulden verschärfen die finanzielle Lage.