15 January 2026, 20:36

Pferdehändlerin aus der Grafschaft Bentheim wegen Urkundenfälschung angeklagt

Ein altes Buch mit einem Coverbild eines Pferde-, Rinder- und Schafmedizinkastens, betitelt mit "Pferde-, Rinder- und Schafmedizin".

Pferdehändlerin aus der Grafschaft Bentheim wegen Urkundenfälschung angeklagt

Pferdehändlerin aus der Grafschaft Bentheim wegen schwerer Urkundenfälschung vor Gericht

Eine 59-jährige Pferdhändlerin aus der Grafschaft Bentheim muss sich seit dem 13. Januar 2023 vor dem Landgericht Osnabrück wegen schwerer Urkundenfälschung verantworten. Ihr wird vorgeworfen, hunderte gefälschte Laborberichte eingereicht zu haben, um Quarantäne- und Testpflichten bei der Ausfuhr von Pferden zu umgehen.

Die Ermittlungen nahmen ihren Anfang, nachdem eine Mitarbeiterin des Veterinäramts Grafschaft Bentheim Verdachtsmomente gemeldet hatte. Die Behörden deckten später auf, dass die Angeklagte zwischen 2020 und 2023 angeblich 335 gefälschte Labortests vorgelegt hatte. Mit diesen manipulierten Unterlagen umging sie die vorgeschriebenen Gesundheitskontrollen und Quarantänebestimmungen für exportierte Pferde.

Durch das Umgehen der vorgeschriebenen Tests und Quarantänemaßnahmen soll die Beschuldigte etwa 167.000 Euro eingespart haben. Im Falle einer Verurteilung droht ihr eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Der Prozess soll am 5. Februar 2023 mit der Urteilsverkündung enden.

Das Ergebnis dieses Verfahrens wird entscheiden, ob die Angeklagte eine lange Gefängnisstrafe antreten muss. Eine Verurteilung würde zudem das Ausmaß des Betrugs bestätigen, der sich über mehrere Jahre erstreckte und hunderte gefälschte Dokumente umfasste. Das Urteil wird für Anfang Februar erwartet.