Pflegeversicherung vor 22-Milliarden-Defizit: Warken kündigt radikale Reformen an
Finn WagnerPflegeversicherung vor 22-Milliarden-Defizit: Warken kündigt radikale Reformen an
Die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland steuert auf eine immer größere Finanzkrise zu. Das Defizit könnte in den nächsten zwei Jahren über 22 Milliarden Euro betragen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat nun Pläne für Reformen angekündigt, um die Probleme in den Griff zu bekommen.
Warken kritisierte den aktuellen Zustand des Systems als „katastrophal“. Sie führt die Krise auf jahrelange Leistungsausweitungen unter der vorherigen Führung zurück. Trotz der finanziellen Belastung betonte sie, dass die bestehenden Pflegegrade unverändert bleiben werden.
Die Ministerin plant, höhere Einkommensbezieher stärker an den Kosten zu beteiligen. Bisher gelten die Beiträge für Bruttomonatsgehälter bis zu 5.812 Euro. Zudem will Warken verhindern, dass die Pflegebeiträge für die meisten Beschäftigten weiter steigen.
Bis Mitte Mai will sie detaillierte Reformvorschläge und Sparmaßnahmen vorlegen. Ziel ist es, das System zu stabilisieren und das wachsende Defizit abzubauen. Im Mittelpunkt der Reformen stehen eine Umverteilung der Kosten und eine strengere Ausgabenkontrolle. Wahrscheinlich müssen Besserverdiener höhere Beiträge zahlen. Warkens Pläne zielen darauf ab, die Zukunft der Pflegeversicherung zu sichern – ohne die bestehenden Leistungen zu kürzen.






