Pflicht-Zahlung per Karte: Dehoga gegen Initiative aus Niedersachsen
Noah JägerPflicht-Zahlung per Karte: Dehoga gegen Initiative aus Niedersachsen - Pflicht-Zahlung per Karte: Dehoga gegen Initiative aus Niedersachsen
Ingrid Hartges, die Geschäftsführerin des Dehoga, hat sich gegen Pläne ausgesprochen, Restaurants und Cafés in Niedersachsen zu verpflichten, digitale Zahlungsmethoden anzubieten. Sie argumentierte, dass kleine Betriebe bereits mit genug Herausforderungen kämpften und keinen zusätzlichen Druck bräuchten. Gleichzeitig unterstützte sie ein neues Regierungsprogramm, das Rentner dazu ermutigen soll, wieder in den Beruf einzusteigen.
Hartges kritisierte den Vorstoß des Landes für eine Pflicht zur Kartenzahlung und verwies auf die hohen Gebühren bei Kleinstbeträgen. Eine Kugel Eis oder ein Kaffee, erklärte sie, kosteten oft weniger als die Transaktionsgebühr selbst. Dennoch räumte sie ein, dass die meisten Unternehmen bereits digitale Optionen anböten – laut einer Mastercard-Umfrage sind es fast 90 Prozent.
Zudem begrüßte sie den „Aktivrente“-Plan der Bundesregierung, der am 1. Januar 2026 in Kraft treten soll. Das im Dezember 2025 als Bundesgesetz beschlossene Programm ermöglicht Rentnern, durch steuerlich begünstigte Zuverdienste ihr Einkommen aufzubessern. Hartges schlug vor, dass ältere Arbeitnehmer flexible Tätigkeiten übernehmen könnten, etwa Wochenenddienste an Hotelrezeptionen. Federführend ist das Bundesfinanzministerium, unterstützt vom Bundestag und Bundesrat. Ziel des Gesetzes ist es, Rentner in den Arbeitsmarkt zu integrieren und gleichzeitig den Fachkräftemangel in Branchen wie der Gastronomie zu mildern.
Hartges bleibt bei ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der Pflicht zu digitalen Zahlungen bei Kleinbeträgen. Derweil bietet das „Aktivrente“-Modell Rentnern die Möglichkeit, ihr Einkommen aufzustocken und gleichzeitig Lücken im Arbeitsmarkt zu schließen. Die Regelung tritt Anfang 2026 in Kraft und sieht Steueranreize vor, um Teilzeitarbeit attraktiver zu gestalten.