08 March 2026, 08:07

Profitabel, doch ohne Chance: Warum diese Berliner Apotheke trotz Erfolg schließen musste

Ein Apothekenladen mit einem Fahrzeug davor und einem Gebäude links daneben.

Profitabel, doch ohne Chance: Warum diese Berliner Apotheke trotz Erfolg schließen musste

Eine bekannte Easy Apotheke im Westen Berlins hat geschlossen, nachdem die Inhaberin Sohir Ammar Insolvenz angemeldet hatte. Die Schließung erfolgte nicht wegen schlechter Geschäftsentwicklung, sondern weil der Vermieter den Mietvertrag für die Apotheke nicht verlängert hatte. Stattdessen plant dieser, die Fläche umzunutzen – möglicherweise als Erweiterung eines benachbarten Hotelkomplexes.

Die Apotheke in der Wilmersdorfer Straße schloss Ende 2025 ihre Türen, obwohl sie profitabel arbeitete. Der Vermieter entschied sich gegen eine Vertragsverlängerung, wodurch sowohl die Apotheke als auch ein benachbartes Bekleidungsgeschäft weichen mussten. Gerüchten zufolge soll die Fläche in ein bestehendes Hotel integriert werden, doch eine offizielle Bestätigung des Vermieters steht noch aus.

Ammars finanzielle Probleme begannen, als sie den Standort in der Wilmersdorfer Straße verlor, die Finanzierungsverpflichtungen dafür jedoch bestehen blieben. Ohne die Vertragsverlängerung sah sie sich mit Verbindlichkeiten im siebenstelligen Bereich konfrontiert, was sie schließlich in die Insolvenz trieb. Bei einer Verlängerung des Mietvertrags hätte sie keinen Insolvenzantrag stellen müssen.

Das Insolvenzverfahren läuft bereits und wird voraussichtlich bis mindestens Juli andauern, mit einem möglichen Abschluss im August. Ammar, die 2023 zwei Easy-Apotheken-Filialen übernommen hatte – eine am Kurfürstendamm und eine in der Wilmersdorfer Straße –, beschrieb die Situation als emotional belastend. Dennoch habe sie sich mit dem Ausgang abgefunden und plane nun ihre nächsten Schritte.

Unterdessen bleibt die zweite Filiale am Kurfürstendamm geöffnet und stabil – acht Mitarbeiter arbeiten dort weiter wie gewohnt. Anders als viele Apotheken, die mit allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen kämpfen, ist Ammars Insolvenz allein auf das Mietproblem zurückzuführen und nicht auf branchenweite Schwierigkeiten.

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Ob die ehemalige Apothekenfläche einen neuen Mieter bekommt, steht noch nicht fest. Ammars Insolvenzverfahren soll bis August abgeschlossen sein, sodass sie einen Neuanfang wagen kann. Die Filiale am Kurfürstendamm hingegen läuft weiterhin wie gewohnt.

Quelle