21 January 2026, 16:10

Prozess um unerwünschten Kuss auf Polizistin beim Hannoverschen Schützenfest

Ein Vintage-Plakat, das das Eidgen Schützenfest in Frauenfeld, Deutschland, bewirbt und einen Mann in einem Anzug und eine Frau in einem Kleid zeigt, die nebeneinander stehen, mit Details des Ereignisses darauf geschrieben.

Schützen küssen Polizistin - Prozess wegen Belästigung - Prozess um unerwünschten Kuss auf Polizistin beim Hannoverschen Schützenfest

Zwei Männer müssen sich ab dem 29. Januar vor dem Landgericht Hannover wegen des Vorwurfs verantworten, eine Polizistin ohne ihre Zustimmung geküsst zu haben. Die Vorfälle ereigneten sich während des Schützenausmarschs im vergangenen Juli, der Teil des berühmten Hannoverschen Schützenfestes ist. Der Prozess beginnt, nachdem beide Angeklagten zuvor ergangene Strafbefehle angefochten hatten.

Im Mittelpunkt des Verfahrens steht eine Auseinandersetzung beim Hannoverschen Schützenfest – dem größten Schützenfest der Welt, das jährlich rund 800.000 Besucher anzieht. Nach Berichten sollen ein 44-Jähriger und ein 34-Jähriger die Beamtin angesprochen, sie am Oberarm gepackt und in der Nähe ihrer Mundwinkel geküsst haben.

Die Polizistin beschrieb später, sich durch den Vorfall "emotional überfordert" gefühlt zu haben. Da beide Männer die ursprünglichen Strafverfügungen nicht akzeptierten, ordnete das Gericht eine Hauptverhandlung an. Vierzehn Zeugen wurden geladen, um im Prozess auszusagen.

Die Verhandlung wird die Ereignisse während des Umzugs im Juli sowie die Schilderung der Beamtin über die unerwünschte Berührung aufarbeiten. Das Urteil wird klären, ob das Verhalten der Männer nach deutschem Recht eine Straftat darstellt. Mit einem Abschluss des Verfahrens wird nach den Zeugenaussagen gerechnet.