Rechtsextreme Chemnitz Revolte verschwindet – doch die Gefahr bleibt
Philipp HartmannRechtsaußen 'Chemnitzer Aufstand' bleibt unter Beobachtung - Rechtsextreme Chemnitz Revolte verschwindet – doch die Gefahr bleibt
Die rechtsextreme Gruppe Chemnitz Revolte zeigt seit Mitte 2025 keine Aktivitäten mehr, wie das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz mitteilt. Trotz der aktuellen Inaktivität bleibt die Organisation jedoch unter genauer Beobachtung der Sicherheitsbehörden.
Bekannt wurde die Gruppe vor allem durch ihre Beteiligung an anti-LSBTIQ+-Protesten, insbesondere gegen Veranstaltungen zum Christopher Street Day. Innerhalb des vergangenen Jahres wurden 16 Straftaten – darunter gewalttätige Übergriffe in Chemnitz – ihren Mitgliedern zugeordnet.
Anfang 2025 diskutierten Behörden über ein mögliches Verbot der Chemnitz Revolte. Ermittlungen prüften zudem den Verdacht der "Bildung bewaffneter Gruppen" gemäß Paragraf 128 des Strafgesetzbuchs. Die Gruppe soll gezielt online rekrutiert haben, dabei insbesondere "kampf-erfahrene" Personen anwerben wollen.
Letztmals in Erscheinung traten mutmaßliche Mitglieder im Juli 2025 bei einem rechtsextremen Aufmarsch außerhalb Sachsens. Seither wurden keine weiteren öffentlichen Aktionen dokumentiert. Unklar bleibt jedoch, ob sich die Gruppe aufgelöst hat oder ihre Aktivitäten lediglich in den Untergrund verlagert hat.
In den verfügbaren Quellen finden sich keine Hinweise auf konkrete Maßnahmen der sächsischen Polizei oder des Innenministeriums, um die angeblichen Aktivitäten der Gruppe zu unterbinden.
Obwohl die Chemnitz Revolte derzeit inaktiv erscheint, überwachen die Sicherheitsbehörden weiterhin ihre ehemaligen Mitglieder. Die früheren Rekrutierungsbemühungen und gewalttätigen Vorfälle halten die Gruppe im Fokus der Ermittler – auch wenn aktuell keine neuen Handlungen bestätigt wurden.






