"Regio-Pass" vereint lokale Nachrichten für Pendler und Kulturfans in drei Städten
Noah Jäger"Regio-Pass" vereint lokale Nachrichten für Pendler und Kulturfans in drei Städten
Drei Regionalzeitungen starten den "Regio-Pass" – ein neues digitales Abo für Stadtpendler und Randbezirkleser
Drei regionale Tageszeitungen haben den "Regio-Pass" eingeführt, ein neues digitales Abo-Angebot, das sich speziell an Leser in Stadtrandgebieten und Pendler richtet. Das Pilotprojekt ermöglicht es Abonnenten, Inhalte aus mehreren lokalen Publikationen zu nutzen – von Kulturkritiken bis zu Sportnachrichten aus Nachbarregionen.
Die Initiative spricht vor allem Kultur- und Sportbegeisterte in verschiedenen Städten an. Leser aus Freiburg oder Mannheim können nun etwa Rezensionen aus dem Festspielhaus Baden-Baden abrufen. Gleichzeitig erhalten Anhänger von Waldhof Mannheim und dem KSC über denselben Pass auch Berichte über den SC Freiburg.
Der "Regio-Pass" orientiert sich am Vorbild des Bündnisses "Alles plus" von Der Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wobei bisher keine weiteren Partner diesem Modell beigetreten sind. Die technische Umsetzung übernimmt die Contentpass GmbH mit Sitz in Kleinmachnow, die für eine reibungslose Nutzung sorgt.
Nadja Poppen, geschäftsführende Gesellschafterin der BZ.medien Gruppe, sieht im Pass einen klaren Mehrwert für Abonnenten. Dirk Freytag, Geschäftsführer von Contentpass und Präsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), hofft, dass das Projekt dem lokalen Journalismus neuen Auftrieb gibt. Nach einer Testphase soll entschieden werden, ob das Angebot dauerhaft fortgeführt wird.
Die befristete Pilotphase wird zeigen, ob sich der "Regio-Pass" als festes Angebot etabliert. Bei Erfolg könnte er den Zugang zu regionalen Nachrichten und Kulturinhalten für Leser in den beteiligten Gebieten deutlich erweitern. Zudem würde das Ergebnis Signalwirkung für ähnliche Kooperationen in der lokalen Medienlandschaft haben.






