Rettungseinsatz für gestrandeten Buckelwal in der Lübecker Bucht läuft auf Hochtouren
Leni SchulzRettungseinsatz für gestrandeten Buckelwal in der Lübecker Bucht läuft auf Hochtouren
Verzweifelte Rettungsaktion für gestrandeten Buckelwal in der Lübecker Bucht
In der Lübecker Bucht läuft eine verzweifelte Rettungsaktion, um einen gestrandeten Buckelwal zu befreien. Das Tier sitzt seit Tagen auf einer Sandbank fest, nachdem es durch Krankheit und Verfangung in Fischernetzen geschwächt wurde. Die Behörden setzen nun schwere Maschinen ein, um einen 50 Meter langen Kanal zu graben – ein letzter Versuch, dem Wal die Freiheit zurückzugeben.
Solche außergewöhnlichen Tierrettungen sind kein Einzelfall. Im Laufe der Jahre haben wilde Tiere immer wieder erstaunliche Schutzhandlungen gezeigt – manchmal retten sie sogar unerwartet Menschenleben.
Der Buckelwal war in der Nacht vom 22. auf den 23. März 2026 bei Timmendorfer Strand auf Grund gelaufen. Sein Zustand hatte sich verschlechtert, weil er an einer Hautkrankheit litt, die mit dem ungewöhnlich niedrigen Salzgehalt der Ostsee zusammenhing. Frühere Befreiungsversuche scheiterten, auch weil sich das Tier in Fischernetzen verfangen hatte.
Die Retter graben nun einen tiefen Kanal, um den Wal zurück ins offene Wasser zu leiten. Die Aktion gilt als letzter Ausweg, da die Kräfte des Tieres zunehmend schwinden.
Nicht zum ersten Mal machen Tiere mit lebensrettendem Verhalten Schlagzeilen. 2004 bildeten in Neuseeland Delphine einen schützenden Kreis um eine Gruppe von Schwimmern und hielten sie in Sicherheit, bis sich ein in der Nähe befindlicher Weißer Hai entfernte.
Im selben Jahr trug während des Tsunamis in Südasien ein Elefantenkalb namens Ning Nong ein achtjähriges Mädchen auf höheres Gelände. Das Tier spürte die Gefahr und floh mit dem Kind auf dem Rücken ins Landesinnere.
Sogar in Gefangenschaft wurden solche Instinkte beobachtet. 1996 hob eine Gorilladame namens Binti Jua im Brookfield Zoo von Chicago einen dreijährigen Jungen auf, der in ihr Gehege gefallen war. Sanft trug sie ihn in Sicherheit, noch bevor die Pfleger eingreifen konnten.
Das Schicksal des Buckelwals hängt nun vom Erfolg des Rettungskanals ab. Falls er befreit wird, muss er sich von Krankheit und Erschöpfung erholen. Unterdessen erinnern frühere Vorfälle daran, wie überraschend Tiere – ob wild oder in Gefangenschaft – eingreifen, um andere zu beschützen.






