19 March 2026, 12:10

Revolutionäres Laserschweißen könnte den Schiffbau effizienter und günstiger machen

Schwarz-weißes Foto eines Schweißers bei der Arbeit an einem Metallstück, mit Rauch aus der Schweißmaschine und diversen Gegenständen im Hintergrund.

Revolutionäres Laserschweißen könnte den Schiffbau effizienter und günstiger machen

Forscher des Laser Zentrum Hannover (LZH) arbeiten an einem neuen Schweißverfahren für den Schiffbau. Ziel des Projekts ist es, die Verbindung dicker Metallplatten zu optimieren und so Kosten sowie Produktionszeiten zu senken. Zudem soll ein digitaler Zwilling eingeführt werden, um die Schweißqualität in Echtzeit zu überwachen.

Das Team entwickelt ein Mehrstrahl-Laserschweißverfahren, das drei Strahlquellen kombiniert, um gleichzeitig Grund- und Füllnähte zu erzeugen. Dadurch entstehen feste, rissfreie Schweißverbindungen. Das Verfahren soll die Anzahl der benötigten Schweißlagen verringern, die Produktion beschleunigen und gleichzeitig den Einsatz von Zusatzwerkstoffen und Schutzgas reduzieren.

Im Rahmen des Projekts DIGIMAR baut das LZH außerdem ein System mit digitalem Zwilling auf. Dieses überwacht und dokumentiert den Schweißprozess, senkt die Fehlerquote und reduziert manuelle Kontrollen. Zu den Projektpartnern zählen unter anderem die MEYER WERFT GmbH & Co. KG und die Laserline GmbH. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Die neue Methode verspricht Ressourcen zu sparen und die Herstellungskosten zu senken. Durch die Integration von Qualitätsprüfungen direkt in den Schweißprozess soll das System zuverlässige, fehlerfreie Ergebnisse liefern.

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Das Mehrstrahl-Schweißverfahren in Kombination mit dem digitalen Zwilling könnte die Schiffbauindustrie revolutionieren. Weniger Schweißlagen, weniger Materialverschwendung und automatisierte Qualitätskontrollen könnten zu einer schnelleren und effizienteren Produktion führen. Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase; das LZH und seine Partner testen die Technologie derzeit für den praktischen Einsatz.

Quelle