Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Noah JägerRheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall hat sich mit der Investmentgesellschaft AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Division Power Systems für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert eine bedeutende Weichenstellung, da sich das Unternehmen künftig stärker auf sein Kerngeschäft im Verteidigungsbereich konzentrieren will. Der Vorstandsvorsitzende von AEQUITA bezeichnete den Schritt als „Aufschwung für unser Automobilgeschäft“ und prognostizierte Umsätze in Höhe von rund fünf Milliarden Euro.
In die Transaktion fließen Großteil der nicht-militärischen Aktivitäten von Rheinmetall ein. Drei deutsche Standorte unter dem Dach des Joint Ventures KS Huayu AluTech verbleiben jedoch im Besitz des Konzerns. AEQUITA übernimmt die Markenrechte der Sparte und wird diese unter den bestehenden Markennamen eigenständig weiterführen.
Das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano soll zunächst als Hybridstandort betrieben werden, bevor es vollständig auf Rüstungsproduktion umgestellt wird. Gleichzeitig wird Dermalog SensorTec in die Division Weapon and Ammunition (Waffe und Munition) von Rheinmetall eingegliedert, behält aber seinen Standort in Neuss bei. Diese Sparte erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa zwei Milliarden Euro und beschäftigt rund 6.250 Mitarbeiter.
Rheinmetall-Chef Armin Papperger nannte die Vereinbarung einen „historischen Schritt“ für das Unternehmen. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und finaler Anpassungen; die Abwicklung wird voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen sein.
Mit dem Deal baut AEQUITA sein Automobilsegment aus, während Rheinmetall seine Ausrichtung auf den Verteidigungssektor schärft. Nach dem Vollzug wird die übernommene Sparte als eigenständiges Unternehmen unter dem Dach von AEQUITA geführt. Die Übergangsphase für das spanische Werk und die regulatorischen Prüfungen werden den endgültigen Zeitplan bestimmen.






