31 January 2026, 00:10

Riesige Batteriespeicher in Niedersachsen stabilisieren das Stromnetz der Zukunft

Eine Luftaufnahme eines großen Fabrikgebäudes mit Solarpaneelen auf dem Dach, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen und anderen Gegenständen, mit Hügeln und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Riesige Batteriespeicher in Niedersachsen stabilisieren das Stromnetz der Zukunft

Zwei große Batteriespeicherprojekte sollen das deutsche Energiesystem in Niedersachsen stärken. Kyon Energy hat gerade in Alfeld einen Großspeicher in Betrieb genommen, während RWE bis 2028 in Lingen eine noch größere Anlage plant. Beide Vorhaben zielen darauf ab, die Netzstabilität zu verbessern – ein wichtiger Schritt angesichts des wachsenden Anteils erneuerbarer Energien.

Der Batteriespeicher von Kyon Energy in Alfeld verfügt über eine Leistung von 137,5 Megawatt (MW) und eine Kapazität von 282 Megawattstunden (MWh). Er ist an das 110-kV-Netz von Avacon angeschlossen und wird ohne Subventionen Strom an den Märkten handeln sowie Flexibilität für das Netz bereitstellen.

Unterdessen hat RWE ein 400-MW-Batterieprojekt in Lingen angekündigt. Der Bau soll Anfang 2026 beginnen, die geplante Speicherkapazität liegt bei etwa 800 MWh. Nach der Fertigstellung 2028 wird die Anlage an das Übertragungsnetz von Amprion angebunden.

Der Lingen-Speicher soll Ausgleichsleistungen, Reservekapazitäten und kurzfristige Flexibilität bieten. Beide Projekte sind darauf ausgelegt, schnell auf Marktanforderungen zu reagieren – eine immer wichtigere Funktion, da Deutschland Wind- und Solarenergie weiter ausbaut.

Während der Alfeld-Speicher bereits jetzt das Netz unterstützt, wird das größere System in Lingen 2028 folgen. Gemeinsam tragen sie dazu bei, Schwankungen in der erneuerbaren Energieversorgung auszugleichen. Die Projekte markieren einen bedeutenden Schritt hin zu einem flexibleren Stromsystem in Deutschland.