Ruhpolding wird erneut Biathlon-Weltmeisterschaften ausrichten - Ruhpolding will fünfte Biathlon-Weltmeisterschaft nach 2032 holen
Ruhpolding strebt an, zum fünften Mal die Biathlon-Weltmeisterschaften (wm 2026) auszurichten – entweder 2032 oder 2033. Der Deutsche Skiverband (DSV) unterstützt die Bewerbung, nachdem der Gemeinderat mit großer Mehrheit dafür gestimmt hat. Sollte der Zuschlag erfolgen, würde das Großereignis mehr als zwei Jahrzehnte nach der letzten Austragung 2012 in den bayerischen Ort zurückkehren.
Die Stadt blickt auf eine lange Tradition mit den Weltmeisterschaften zurück: Sie war bereits 1979, 1985, 1996 und 2012 Gastgeber. Bei der letzten Austragung 2012 gewann die lokale Heldin Magdalena Neuner vier Medaillen und festigte damit Ruhpoldings Ruf als eine der wichtigsten Biathlon-Hochburgen. Auch andere deutsche Standorte wie Oberhof, Hochfilzen und Garmisch-Partenkirchen haben die Titelkämpfe ausgerichtet, zuletzt Oberhof im Jahr 2023.
Der DSV konzentriert sich derzeit auf die Bewerbung Oberstdorfs für die FIS-Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2031. Sobald diese Entscheidung gefallen ist, wird geprüft, ob Ruhpolding für 2032, 2033 oder beide Jahre als Austragungsort der Biathlon-WM (weltmeisterschaft) ins Rennen geht. Die Bewerbungsunterlagen müssen bis Mai 2028 bei der Internationalen Biathlon-Union (IBU) eingereicht werden; die endgültige Vergabe erfolgt dann auf dem IBU-Kongress im Herbst 2028.
In den kommenden zwei Jahren werden die Verantwortlichen ein nachhaltiges und finanziell tragfähiges Konzept für die Bewerbung erarbeiten. DSV-Präsident Jörg Flechtner lobte das Engagement Ruhpoldings und bezeichnete die Stadt als "Zentrum der Biathlon-Exzellenz" mit bewährter Erfahrung und großer Begeisterung.
Ein Erfolg der Bewerbung würde die Weltmeisterschaften nach der Austragung 2023 in Oberhof wieder nach Deutschland holen. Ruhpoldings Plan liegt nun darauf, die IBU-Anforderungen zu erfüllen und dabei Nachhaltigkeit sowie Kosten im Gleichgewicht zu halten. Die endgültige Entscheidung über den Gastgeber fällt voraussichtlich Ende 2028.






