S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet mit 836 Millionen Euro Finanzspritze
Leni SchulzS11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet mit 836 Millionen Euro Finanzspritze
Nordrhein-Westfalen (NRW) treibt den Ausbau der S11-Bahnstrecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln voran. Der Bund und das Land haben gemeinsam die Finanzierung des 836-Millionen-Euro-Projekts gesichert: NRW steuert 305 Millionen Euro bei, der Bund übernimmt 531 Millionen Euro. Nun bestätigen Behörden, dass die notwendigen Baugenehmigungen kurz vor dem Abschluss stehen – damit können die Arbeiten bald beginnen.
Wie Verkehrsminister Oliver Krischer mitteilte, sollen alle Genehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen. Mit dieser Freigabe kann die DB InfraGO Ausschreibungen starten und Streckenstilllegungen anmelden. Die ersten größeren Einschränkungen sind für kurz nach Ostern 2026 geplant, wenn ein Abschnitt für den Einbau eines digitalen Stellwerks in Mülheim gesperrt wird.
Der Ausbau umfasst die Verdopplung der Gleise, die Modernisierung des Bahnhofs Bergisch Gladbach sowie den Neubau des Haltepunkts Köln-Kalk West. Zudem werden alle Stationen entlang der Strecke barrierefrei ausgebaut. Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach, äußerte die Hoffnung, dass die Bauarbeiten bereits gegen Ende 2030 beginnen könnten.
Allerdings gerät der geplante Fertigstellungstermin des zweiten Gleises für Anfang 2032 ins Wanken – Grund sind Überschneidungen mit anderen Baumaßnahmen. Pendler müssen sich auf anhaltende Behinderungen einstellen, da mit Sperrungen bis mindestens ins erste Quartal 2032 zu rechnen ist. Nach Abschluss der Arbeiten soll die S11 im 10-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten.
Ziel des S11-Ausbaus ist eine höhere Kapazität und bessere Erreichbarkeit zwischen Bergisch Gladbach und Köln. Mit den fast gesicherten Genehmigungen und der zugesagten Finanzierung kann das Projekt trotz Verzögerungen vorankommen. Die Gesamtkosten des Vorhabens werden auf rund 1,7 Milliarden Euro geschätzt – ein Teil der Summe ist jedoch über die aktuellen Zusagen hinaus noch nicht gedeckt.






