"Sabotage": Wie eine Performance über Manipulation das Publikum herausfordert
Philipp Hartmann"Sabotage": Wie eine Performance über Manipulation das Publikum herausfordert
Sara Angius und Johanna Ehlert haben für das Hammer!-Festival ein neues Performance-Stück mit dem Titel Sabotage entwickelt. Die Aufführung setzt sich mit den Themen Manipulation auseinander und findet im ehemaligen LOT-Theater in Braunschweig statt – ein Ort von großer Bedeutung für unabhängige Künstlerinnen und Künstler der Stadt.
Inspiriert von Platons Höhlengleichnis nutzt die Inszenierung eine Marionette sowie Live-Performer, die durch Fäden und Seilzüge gesteuert werden, um zu veranschaulichen, wie Menschen beeinflusst werden. Angius verweist zudem auf das „Like“-System im Internet als modernes Beispiel für Manipulation.
Während der Vorstellung wirft Angius eine Schere ins Publikum – eine provokante Geste, die zum Nachdenken anregen und zum Handeln ermutigen soll. Das Stück zeigt: Jeder ist Teil des Manipulations„spiels“.
Die Stadt fördert künstlerische Projekte nur dann, wenn sowohl eine Probenstätte als auch eine Spielstätte gesichert sind. Diese Auflage setzt unabhängige Schöpferinnen wie Angius und Ehlert unter Druck.
Sabotage ist Teil des Hammer!-Festivals und hinterfragt den freien Willen – ein Konzept, an das Angius nicht glaubt. Die Produktion macht deutlich, wie Manipulation unser Verhalten im Alltag prägt.






