10 March 2026, 14:11

Sachsen verzeichnet starken Rückgang bei Asylanträgen – doch Abschiebungen bleiben schwierig

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnen mit Ständen, unter einem bewölktem Himmel.

Anzahl der Asylsuchenden in Sachsen deutlich gesunken - Sachsen verzeichnet starken Rückgang bei Asylanträgen – doch Abschiebungen bleiben schwierig

Die Zahl der Asylsuchenden in Sachsen ist im zweiten Jahr in Folge deutlich zurückgegangen. 2025 stellten nur noch 5.189 Menschen einen Asylantrag – weniger als die Hälfte der 10.120 Registrierungen im Vorjahr 2024. Innenminister Armin Schuster (CDU) bezeichnete den Rückgang als Beleg für einen "Wandel in der Asylpolitik", der nun Wirkung zeige.

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Offizielle Zahlen zeigen einen kontinuierlichen Rückgang der Asylanträge in den vergangenen Jahren. Nach 23.120 Registrierungen 2023 sank die Zahl auf 10.120 im Jahr 2024 und weiter auf 5.189 im Jahr 2025. In diesen Statistiken sind ukrainische Geflüchtete vor Russlands Angriffskrieg nicht enthalten – 2025 kamen 5.942 von ihnen nach Sachsen, gegenüber 1.912 im Vorjahr.

Schuster betonte, wie wichtig konsequente Abschiebungen für die neue Politik seien. Er schlug vor, reguläre Gefängnisplätze für die Abschiebungshaft zu nutzen, um den Druck auf Ausreisepflichtige zu erhöhen. Zudem forderte er, Fluggesellschaften gesetzlich zu verpflichten, ausreichend Kapazitäten für die Rückführung abgelehnter Asylbewerber bereitzustellen.

2025 wurden 917 Migranten abgeschoben, doch 64 Prozent der geplanten Abschiebungen scheiterten, weil sich die Betroffenen zuvor der Beobachtung entzogen. Gleichzeitig stieg die Zahl der abgelehnten Asylbewerber, die Deutschland freiwillig verließen, auf 1.588 – nach 950 im Jahr 2024.

Die aktuellen Daten bestätigen einen deutlichen Rückgang der Asylanträge in Sachsen. Bei sinkenden Ankunftszahlen und mehr freiwilligen Ausreisen konzentrieren sich die Behörden nun darauf, die Abschiebungsquote zu verbessern. Schusters Vorschläge zielen auf eine strengere Umsetzung ab, doch bleibt die Suche nach untergetauchten Personen eine Herausforderung.

Quelle