Salzgitter kämpft um den Erhalt des On-Demand-Nahverkehrs Flexo bis 2027
Philipp HartmannSalzgitter kämpft um den Erhalt des On-Demand-Nahverkehrs Flexo bis 2027
Der On-Demand-Nahverkehrsdienst Flexo in Salzgitter steht vor einer ungewissen Zukunft, nachdem der Regionalverband Großraum Braunschweig seine Förderung einstellen will. Bürgermeister Frank Klingebiel hat sich nun eingeschaltet und fordert eine langfristige Finanzierung, um den Betrieb über das Jahr 2026 hinaus zu sichern. Der Stadtrat wird Ende September über seinen Vorschlag abstimmen.
Der Flexo-Dienst startete im Januar 2022 in Salzgitter und bietet flexible Verkehrsangebote für Senioren, Studierende sowie Mitarbeiter der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Ursprünglich trugen Stadt und Regionalverband die Kosten im Verhältnis 75 zu 25, später wurde die Aufteilung auf eine hälftige Finanzierung angepasst.
Der Regionalverband hat nun angekündigt, sich zum 1. Januar 2027 vollständig aus dem Projekt zurückzuziehen. Klingebiel bezeichnete diese Entscheidung als „inakzeptabel“ und forderte, dass der Verband die Mitfinanzierung fortsetzt. Zudem schlug er vor, den städtischen Anteil von 50 Prozent bereits im Haushaltsentwurf für 2027/2028 zu veranschlagen.
Für den Bürgermeister ist Flexo eine unverzichtbare Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Netz, das von der KVG Braunschweig und DB Regio betrieben wird. Sein Plan, den Service auf die Stadtteile Salzgitter-Bad und Salzgitter-Thiede auszuweiten, wird am 30. September zur Abstimmung im Stadtrat stehen.
Falls der Vorschlag angenommen wird, wäre die städtische Hälfte der Flexo-Finanzierung ab 2027 im Haushalt vorgesehen. Klingebiels Initiative zielt darauf ab, die Zukunft des Dienstes durch eine fortgesetzte regionale Unterstützung zu sichern. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stadtrat und der Reaktion des Regionalverbands.






