07 February 2026, 06:15

Schulschließungen in Niedersachsen: Winterchaos statt Pandemie-Drama

Eine Gruppe von Kindern, die auf einer Eisbahn vor einem Gebäude mit Fenstern, Bäumen und einem bewölkten Himmel Schlittschuh laufen, dargestellt in Schwarz-Weiß.

Keine Schule wegen Eis - Was Schulleitungen sagen - Schulschließungen in Niedersachsen: Winterchaos statt Pandemie-Drama

Wiederholte Schulschließungen in Niedersachsen: Winterwetter statt Pandemie-Modus

Schulen in Niedersachsen mussten in diesem Winter wegen starker Schneefälle und Glätte bereits mehrfach schließen. Seit Beginn des Schuljahres 2023/24 haben über 1.200 Einrichtungen mindestens einen kompletten Schultag ausfallen lassen. Doch anders als während der Pandemie handele es sich hier lediglich um die Bewältigung typischer Winterbedingungen, betonen Verantwortliche.

Schulleitungen zeigen sich gelassen und verweisen auf die in den vergangenen Jahren entwickelten Konzepte für das Lernen auf Distanz. Man versichere, dass keine Schülerin und kein Schüler durch die Ausfälle Nachteile bei ihren Abschlüssen befürchten müsse.

Ein entscheidender Unterschied zu den Pandemie-Schließungen: Es gibt keine verpflichtende Umstellung auf Fernunterricht. Stattdessen entscheiden die Landkreise und Kommunen vor Ort, ob der Unterricht ganz oder teilweise ausfällt. Schulen können den Schülerinnen und Schülern Aufgaben für zu Hause stellen – müssen es aber nicht.

Besonders für jüngere Kinder eignet sich ein voller Stundenplan kaum für das Lernen auf Distanz. Lehrkräfte haben festgestellt, dass es besser funktioniert, Eltern einfache Übungen per E-Mail zu schicken. Selbst die jüngsten Schülerinnen und Schüler können so Aufgaben bearbeiten und bleiben beschäftigt, während die Schulen geschlossen sind.

Die Erfahrungen aus der Corona-Zeit haben die Schulen auf solche Situationen vorbereitet. Damals passten Pädagoginnen und Pädagogen den Unterricht je nach Altersgruppe und verfügbarer Technik an. Matthias Aschern, Vorsitzender des Niedersächsischen Schulleiterverbandes, versichert Familien, dass kein Schüler wegen der winterbedingten Ausfälle seinen Schulabschluss gefährdet sehe. Seine Aussage spiegelt das Vertrauen in die mittlerweile etablierten Systeme wider.

Seit Ende 2023 mussten in Niedersachsen über 1.200 Schulen mindestens einmal wegen Schnee und Eis schließen. Die Ausfälle haben jedoch keine Rückkehr zum pandemiebedingten Distanzunterricht ausgelöst. Stattdessen setzen die Schulen auf die in den letzten Jahren entwickelten flexiblen Lösungen, um sicherzustellen, dass die Schülerinnen und Schüler mit dem Stoff Schritt halten.

Die Behörden beobachten weiterhin die Wetterlage und überlassen die Entscheidungen über Schulschließungen den lokalen Verantwortlichen. Im Mittelpunkt steht dabei, Störungen so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Schüler ihre Abschlüsse wie geplant erreichen.