Schwere Arbeitsrechtsverstöße auf Münsteraner Glasfaser-Baustellen aufgedeckt
Philipp HartmannSchwere Arbeitsrechtsverstöße auf Münsteraner Glasfaser-Baustellen aufgedeckt
Zollbeamte in Münster haben bei einer Kontrolle auf Glasfaser-Baustellen schwere Verstöße gegen das Arbeitsrecht aufgedeckt. Die Überprüfungen am 26. März 2026 förderten nicht angemeldete Arbeiter, illegalen Aufenthalt und einen Fluchtversuch vor den Behörden zutage.
Beamte des Hauptzollamts Münster besuchten an einem Tag fünf Baustellen. Von den 38 anwesenden Arbeitnehmern waren 20 nicht bei der Sozialversicherung gemeldet. Diese Beschäftigten hatten ohne gültige Papiere und ohne Steuerabgaben gearbeitet.
Ein Arbeiter versuchte bei der Ankunft der Prüfer zu fliehen. Ein weiterer wurde in Gewahrsam genommen, nachdem ein offener Haftbefehl gegen ihn vorlag. Sechs weitere Beschäftigte hielten sich illegal in Deutschland auf und durften im Land nicht arbeiten.
Verena John, Pressesprecherin des Münsteraner Zollamts, bezeichnete die Verstöße später als selten, aber schwerwiegend. Die Feststellungen wiesen auf eine weitverbreitete Missachtung von Arbeits- und Einwanderungsgesetzen auf den Baustellen hin.
Die Kontrollen führten zu sofortigen Maßnahmen gegen nicht gemeldete und illegal beschäftigte Arbeiter. Noch sind keine weiteren Strafen oder Nachverfolgungen bekanntgegeben worden. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung von Arbeitsvorschriften in der Bauwirtschaft.






