06 March 2026, 04:09

SEK-Beamte kämpfen um faire Vergütung für Bereitschaftsdienste in Niedersachsen

Ein Polizeistern mit der Aufschrift "Polizei Berlin" in fetter schwarzer Schrift auf einem blauen Schild mit einem weißen Stern und Rahmen.

SEK-Beamte kämpfen um faire Vergütung für Bereitschaftsdienste in Niedersachsen

Die Gewerkschaft der Polizei (DPolG) in Niedersachsen hat sich gegen das aktuelle Abgeltungssystem für Bereitschaftsdienste beim Spezialeinsatzkommando (SEK) ausgesprochen. Die Beamten kritisieren, dass die bestehenden Regelungen die tatsächlichen Belastungen ihrer Arbeit nicht angemessen berücksichtigen. Die Gewerkschaft fordert nun dringend Änderungen, um eine fairere Behandlung zu gewährleisten.

Nach dem derzeitigen System erhalten SEK-Beamte für ihre Bereitschaftsstunden lediglich ein Achtel als Freizeitausgleich. Ein 24-stündiger Bereitschaftsdienst wird beispielsweise mit nur drei Stunden freier Zeit vergütet. Die DPolG argumentiert, dass dies die realen Einschränkungen der Beamten nicht widerspiegelt, da sie während der Bereitschaft an die Kaserne gebunden sind und keine private Planung vornehmen können.

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Das Oberverwaltungsgericht Bremen hatte bereits entschieden, dass Bereitschaftsdienst die persönliche Freiheit erheblich einschränkt und entsprechend bewertet werden muss. Die DPolG pocht nun auf die vollständige Umsetzung dieses Urteils. Wo ein Freizeitausgleich nicht praktikabel ist, besteht die Gewerkschaft auf eine angemessene finanzielle Entschädigung.

Das SEK in Niedersachsen führt täglich hochriskante Nachrichten aktuell durch – faire Vergütungsregelungen sind daher nicht nur eine Frage der rechtlichen Klarheit, sondern auch des beruflichen Respekts. Die Gewerkschaft verlangt eine sofortige Überprüfung der Bestimmungen und schlägt ein Verhältnis von eins zu eins vor: eine Stunde Freizeitausgleich für jede geleistete Bereitschaftsstunde. Bundesweit sind 68 SEK-Einheiten unter ähnlichen Bedingungen im Einsatz, wobei jedes Bundesland mindestens ein Team unterhält.

Die DPolG betont, dass das aktuelle System weder die Verantwortung der Beamten anerkennt noch ihrer Welt entspricht. Die Gewerkschaft setzt sich weiterhin für ein modernes, faires und rechtlich belastbares Vergütungssystem ein.

Im Kern geht es um die Abwägung zwischen operativen Erfordernissen und den Rechten der Beamten. Sollten die Reformen umgesetzt werden, könnten SEK-Kräfte entweder einen vollständigen Freizeitausgleich oder eine höhere finanzielle Vergütung erhalten. Das Ergebnis wird alle 68 Einheiten bundesweit betreffen und maßgeblich beeinflussen, wie Nachrichten und Tagesschau künftig bewertet werden.

Quelle