Serengeti-Park verklagt Logistiker wegen gescheitertem Airbus-Restaurant auf 2,4 Millionen Euro
Philipp HartmannSerengeti-Park verklagt Logistiker wegen gescheitertem Airbus-Restaurant auf 2,4 Millionen Euro
Serengeti-Park in Hodenhagen verklagt Logistikunternehmen wegen gescheiterten Airbus-Restaurantprojekts
Der Serengeti-Park in Hodenhagen zieht ein Logistikunternehmen wegen eines gescheiterten Transportprojekts vor Gericht. Der Park wirft dem Unternehmen vor, eine fehlerhafte Studie erstellt zu haben, die zu einer vierjährigen Verzögerung bei der Umrüstung des Airbus in ein Restaurant führte. Streitpunkt sind fehlende Genehmigungen für Schutzgebiete in Niedersachsen.
Der Airbus mit dem Namen "Kurt Schumacher" sollte zu einem Restaurant mit 200 Plätzen umgebaut werden, davon 150 innerhalb des Flugzeugs. Parkbesitzer Fabrizio Sepe hatte das ausgemusterte Flugzeug auf Basis eines Machbarkeitsgutachtens des Logistikunternehmens erworben. Dieses Gutachten habe jedoch angeblich nicht auf die Notwendigkeit besonderer Genehmigungen in drei geschützten Landschaftszonen hingewiesen.
Der Park fordert nun 2,4 Millionen Euro Schadensersatz. Die Forderung umfasst zusätzliche Kosten wie Flughafenmieten und Sachverständigengutachten während der Verzögerung. Das Logistikunternehmen bestreitet jede Schuld und argumentiert, seine Studie habe sich lediglich auf die technische Machbarkeit bezogen, nicht auf rechtliche Anforderungen.
Öffentliche Unterlagen bestätigen kein Airbus-Projekt dieses Namens. Der Name "Kurt Schumacher" bezieht sich auf einen historischen deutschen Politiker und nicht auf ein Airbus-Modell oder einen offiziellen Transportplan.
Entscheidend für den Ausgang des Rechtsstreits ist, ob das Logistikunternehmen die Genehmigungsproblematik von vornherein hätte aufzeigen müssen. Sepe betont, er hätte das Flugzeug nicht gekauft, wenn ihm das volle Ausmaß der Herausforderungen bekannt gewesen wäre. Der Fall ist noch nicht entschieden; das Unternehmen hält an seiner ursprünglichen Studie fest.






