30 March 2026, 22:09

Siemens plant radikalen Umbruch: Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure vor dem Aus

Urkunde für Stammaktien ausgestellt von Landore Siemens Steel Company Limited, ein Papierdokument mit Unternehmensdetails wie Name und Adresse.

Siemens plant radikalen Umbruch: Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure vor dem Aus

Siemens plant im Rahmen seiner langfristigen Strategie einen umfassenden internen Umbruch. Das Unternehmen könnte seine Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure auflösen und sie als Zwischenebenen in der Organisationsstruktur abschaffen. Der Schritt folgt auf die frühere Ankündigung von Vorstandschef Roland Busch, der die Vision eines "One Tech Company"-Konzerne vertritt.

Die Umstrukturierung wurde bereits vor eineinhalb Jahren intern skizziert. Mit der "One Tech Company"-Strategie will Siemens Abteilungsgrenzen überwinden und Fachwissen zentralisieren. Ziel ist es, doppelte Strukturen abzubauen und parallele Entwicklungen ähnlicher Technologien zu vermeiden.

Aktuell leiten Matthias Rebellius und Cedrik Neike die Sparten Smart Infrastructure bzw. Digital Industries. Bei einer Auflösung würden ihre Geschäftsbereiche direkt der Konzernführung unterstellt. Stand September 2025 beschäftigte Smart Infrastructure rund 79.400 Mitarbeiter, während die genaue Zahl bei Digital Industries unklar bleibt.

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Die Änderungen folgen auf die Ausgliederung von Siemens Healthineers. Zwar sind keine Stellenstreichungen geplant, doch sollen Anpassungen in Vertrieb, Einkauf und Entwicklung vorgenommen werden. Das "Handelsblatt" hatte erstmals über die mögliche Auflösung der beiden Sparten berichtet, Siemens wollte sich jedoch nicht zu Details äußern.

Die Neuordnung passt zu Siemens' Bestreben nach mehr Effizienz und schlankeren Abläufen. Die "One Tech Company"-Strategie zielt darauf ab, Kompetenzen zu bündeln und Redundanzen im Unternehmen zu verringern. Offizielle Bestätigungen für die finalen Entscheidungen stehen jedoch noch aus.

Quelle