Siemensstadt Square wird Berlins neues Innovationszentrum mit 40.000 Menschen
Philipp HartmannSiemensstadt Square wird Berlins neues Innovationszentrum mit 40.000 Menschen
Siemensstadt Square in Berlin soll zu einem der wichtigsten Zukunftsstandorte der Stadt für Innovation und urbanes Leben werden. Das 76 Hektar große Gelände, dessen Fertigstellung für die 2030er Jahre geplant ist, wird nach vollständiger Entwicklung etwa 40.000 Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte beherbergen. Mit dem Baubeginn im kommenden Jahr nimmt Berlins langfristige Wachstumsstrategie eine entscheidende Hürde.
Der überarbeitete Masterplan für Siemensstadt Square sieht nun 3.750 Wohnungen vor – eine deutliche Steigerung gegenüber den ursprünglich geplanten 2.000. Neben Wohnraum entstehen eine Grundschule für 600 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Kitas. Die Büroflächen wurden zu einem eigenständigen Campus in der Nähe des künftigen S-Bahnhofs Siemensstadt gebündelt, was die Aufteilung des Viertels optimiert.
Im Fokus des Projekts steht die Ansiedlung innovativer Unternehmen, Forschungsinstitute und Hochtechnologie-Firmen. Zwar wurden noch keine konkreten Namen genannt, doch reiht sich der Standort in andere Berliner "Zukunftsorte" wie Buch, Marzahn, Adlershof und Charlottenburg ein, in denen gemeinsam 2.200 Unternehmen und 42 Forschungseinrichtungen angesiedelt sind. Zudem sind Flächen für Industrie, Freizeit und Grünanlagen vorgesehen, um Arbeit und Erholung in Einklang zu bringen.
Die Verkehrsanbindung wird durch die Reaktivierung der Siemensbahn bis Ende 2029 verbessert, die das Viertel mit dem Berliner Zentrum verbindet. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 4,5 Milliarden Euro, wobei Siemens 750 Millionen Euro beisteuert. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey bezeichnete den aktualisierten Plan als einen "entscheidenden Meilenstein" für die Entwicklung des Gebiets.
Aus einem ehemaligen Industrieareal entsteht mit Siemensstadt Square ein modernes, gemischt genutztes Stadtquartier. Mit Baubeginn 2024 und Fertigstellung in den 2030er Jahren soll das Projekt Arbeitsplätze, Wohnraum und bessere Verkehrsverbindungen schaffen. Die 4,5 Milliarden Euro Investitionsvolumen unterstreichen seine Bedeutung als künftiges Zentrum für Innovation und städtische Entwicklung in Berlin.






