Simon Enzler tourt mit Brenzlig – während die Schweiz über Rentner als Soldaten diskutiert
Philipp HartmannSimon Enzler tourt mit Brenzlig – während die Schweiz über Rentner als Soldaten diskutiert
Der Schweizer Komiker Simon Enzler ist mit seinem elften Programm Brenzlig auf Tour. Bekannt für seinen scharfen politischen Witz und seinen Appenzeller Dialekt, ist er seit seinem Sieg beim Salzburger Stier 2007 eine prägende Figur der Comedy-Szene. Unterdessen sorgt das Schweizer Parlament mit einem Plan für Diskussionen, ehemalige Soldaten wieder in den Militärdienst zu holen.
Enzlers aktuelle Show Brenzlig führt seine Tradition fort, Humor mit pointierter Gesellschaftskritik zu verbinden. Seine Auftritte bestachen stets durch regionalen Charme und mutige Kommentare zu aktuellen Themen. Vor fast zwei Jahrzehnten machte er erstmals auf sich aufmerksam, als er den renommierten Salzburger Stier gewann.
In einer anderen Entwicklung haben beide Kammern des Schweizer Parlaments einen Vorschlag verabschiedet, pensionierte Soldaten wieder in die Armee zu integrieren. Der Bundesrat muss nun ein Konzept für eine freiwillige Wiedereinstellung ausarbeiten. Kritiker monieren, der Ansatz sei zu eng gefasst, und verweisen auf andere Rentner, deren Fähigkeiten der Armee nützen könnten.
Die Vorschläge reichen von der Umfunktionierung von Golfspielern zu Scharfschützen bis zum Einsatz von Landfrauen in Feldküchen. Großmütter könnten Tarnnetze stricken, erfahrene Wanderer feindliche Truppen durch manipulierte Wegweiser irritieren. Gleitschirmflieger ließen sich zu ferngesteuerten Drohnen umrüsten, und Alphornbläser könnten ihre Instrumente gar als akustische Waffen einsetzen. Leidenschaftliche Briefeschreiber und Verschwörungstheoretiker wurden für eine Propagandaeinheit vorgeschlagen, die Desinformation verbreiten soll.
Bisher gibt es keine offiziellen Stellungnahmen, Pilotprojekte oder öffentliche Reaktionen der Schweizer Armee zur Parlamentsentscheidung von 2024.
Während Enzler mit seinem markanten Humor Publikum in der ganzen Schweiz begeistert, steckt der Militärplan noch in den Kinderschuhen. Die nächsten Schritte des Bundesrats werden zeigen, ob eines Tages auch andere Rentner – über ehemalige Soldaten hinaus – eine Rolle in der Landesverteidigung spielen könnten.






