SkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren Unterstützung
Finn WagnerSkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren Unterstützung
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt Beratungsstelle in Braunschweig Ende Juni
Nach mehr als einem Jahrhundert der Unterstützung für Frauen und Familien in der Region wird der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Beratungsstelle in Braunschweig Ende Juni schließen. Finanzielle Zwänge machen die Schließung notwendig – trotz des großen Engagements der Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen.
Im vergangenen Jahr nutzten fast 330 Frauen und Familien die Angebote der Einrichtung. Weitere 89 Familien nahmen an präventiven Programmen wie „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“ teil. Diese Projekte sowie die Schwangerschafts- und Familienberatung werden in Braunschweig nun eingestellt.
Ab dem 1. Juli übernimmt der Caritasverband die Schwangerschaftsberatung am selben Standort in der Kasernenstraße 30. Karen Vogel, die scheidende Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin des SkF, wird in Teilzeit weiterhin für Caritas tätig sein. Für die beiden anderen Projekte konnten jedoch keine neuen Träger gefunden werden.
Heike Willner, Vorsitzende des örtlichen SkF-Vereins, zeigt sich weiterhin gesprächsbereit, um für die ausstehenden Angebote neue Träger zu gewinnen. Die Organisation dankt regionalen Förderern und Stiftungen, darunter der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus, für ihre langjährige Unterstützung.
Der Braunschweiger SkF-Verein wird nach der Schließung aufgelöst. Caritas sichert die Fortführung der Schwangerschaftsberatung ohne Unterbrechung. Die übrigen Angebote werden eingestellt – sofern sich nicht doch noch neue Träger finden.
