Smart Stores retten die Nahversorgung auf dem Land – wie digitale Mini-Supermärkte Deutschland verändern
Philipp HartmannIntelligente Geschäfte als neue Hoffnung für lokale Versorgung - Smart Stores retten die Nahversorgung auf dem Land – wie digitale Mini-Supermärkte Deutschland verändern
Digitale Mini-Supermärkte, auch als Smart Stores bekannt, verbreiten sich in Deutschland, um Versorgungslücken im ländlichen Raum zu schließen. Diese automatisierten Läden bieten flexible Öffnungszeiten, oft rund um die Uhr und mit minimalem Personal. Branchenexperten sehen darin eine Möglichkeit, grundlegende Dienstleistungen in unterversorgten Gebieten aufrechtzuerhalten.
Smart Stores entstehen vor allem dort, wo klassische Supermärkte kaum noch rentabel arbeiten. Viele sind nicht größer als 500 Quadratmeter und setzen auf Automatisierung, um Kosten zu sparen. Allein in Niedersachsen gibt es bereits rund 90 dieser Geschäfte.
Tante Enso betreibt den Großteil der Smart Stores im Land und ist bundesweit Marktführer. Das Unternehmen kombiniert seinen Ansatz mit Zusatzangeboten wie Geldautomaten, Poststellen oder in einigen Filialen sogar Telemedizin.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für diese Läden variieren je nach Region. In Niedersachsen wird derzeit diskutiert, ob Sonntagsöffnungen erlaubt werden sollen – eine Maßnahme, die ihre Attraktivität weiter steigern könnte. Monika Scherf, Geschäftsführerin des IHKN, bezeichnete Smart Stores als "Schlüssellösung, um lokale Versorgungsstrukturen zu sichern".
Der Aufstieg der Smart Stores fällt mit einem Rückgang der Gesamtzahl an Lebensmittelgeschäften in Deutschland zusammen. Durch ihre automatisierten Systeme und längeren Öffnungszeiten tragen sie dazu bei, die Versorgung ländlicher Gemeinden zu sichern. Mit weiteren Standorten könnten sie zu einem festen Bestandteil des lokalen Einzelhandels werden.