21 March 2026, 18:09

Solarförderung für Dachanlagen: Reiche plant radikalen Kurswechsel ab 2026

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Energiefachleute von SPD und Grünen kritisieren Reichs Gesetzespläne - Solarförderung für Dachanlagen: Reiche plant radikalen Kurswechsel ab 2026

Ein Entwurf zur Reform der deutschen Solarenergie- und Stromnetzpolitik hat scharfe Kritik der Opposition ausgelöst. Die von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) vorgelegten Pläne sehen das Ende der Förderung für kleine Dach-Solaranlagen vor. Sowohl die SPD als auch die Grünen verurteilen die Maßnahmen als Rückschritt für den Ausbau erneuerbarer Energien.

Der im Januar 2026 aus Reiches Ministerium stammende Entwurf schlägt vor, die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen auf Dächern mit bis zu 25 kW Leistung zu streichen. Diese Änderung würde die meisten Haushalts-Solaranlagen betreffen und die Unterstützung stattdessen auf großflächige Freiflächen-Solarprojekte lenken.

Die SPD-Energieexpertin Nina Scheer bezeichnete die Vorschläge als "völlig in die falsche Richtung gehend". Sie argumentierte, dass der Wegfall der Subventionen für Dach-Solaranlagen den dringend benötigten Ausbau erneuerbarer Energien untergrabe. Scheer wies zudem die Behauptung zurück, der deutsche Atomausstieg sei ein Fehler gewesen, und bestand darauf, dass Reformen auf eine vollständige Energiewende hin zu Erneuerbaren abzielen müssten.

Scheer warnte, die Einschränkungen für kleine Solaranlagen würden eine "wichtige Energiequelle abwürgen". Sie warf den Plänen vor, die "Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu zementieren", und forderte eine "grundlegende Überarbeitung". Der energiepolitische Sprecher der Grünen, Michael Kellner, teilte diese Bedenken und forderte eine "Unabhängigkeitserklärung von fossilem Öl und Gas".

Die Reformentwürfe haben die Spannungen über die deutsche Energiewende-Strategie offenbart. Ohne alternative Vorschläge aus der Ampel-Koalition bleibt die Debatte darauf konzentriert, ob die Änderungen das Wachstum erneuerbarer Energien bremsen oder neu gestalten werden. Das Ergebnis wird die künftige Förderung von Kleinstanlagen in ganz Deutschland entscheiden.

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