11 April 2026, 02:07

Soll der Dulles Airport bald "Trump International" heißen?

Ein US-amerikanischer Fünftausend-Dollar-Schein mit einem Porträt von George Washington, mit 'United States' und 'Five Thousand Dollars' in fetter Schrift auf einem schwarzen Hintergrund.

Soll der Dulles Airport bald "Trump International" heißen?

Donald Trumps Name soll nicht nur auf Gebäuden und Produkten prangen – nun könnte auch ein großer Flughafen nach ihm benannt werden. Ein republikanischer Abgeordneter hat vorgeschlagen, den Washington Dulles International Airport zu seinen Ehren umzubenennen. Dieser jüngste Vorstoß reiht sich ein in jahrelange Bemühungen, seinen Namen in der Öffentlichkeit zu verankern – von Luxusimmobilien bis hin zu amtlichen Dokumenten.

Der ehemalige Präsident strebt seit Langem danach, ein bleibendes Erbe zu hinterlassen – selbst auf Geldscheinen. Ein neuer 100-Dollar-Schein, der im Juni in Umlauf kommt, wird neben der Unterschrift von Finanzminister Scott Bessent auch die Trumps tragen. Damit bricht er mit der Tradition, dass nur verstorbene Präsidenten auf Währung erscheinen.

Trumps Bestreben, seinen Namen in amerikanischen Wahrzeichen zu verewigen, begann lange vor seiner Präsidentschaft. 2015 startete er seinen ersten Wahlkampf im Foyer des Trump Tower – eines Gebäudes, das bereits seinen Markennamen trug. Sein Imperium hatte seinen Nachnamen längst auf Hotels, Golfplätze und sogar Wodkaflaschen geprägt.

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Als er schließlich im Amt war, erweiterte sich die Vermarktung auf staatliche Initiativen. Während der Pandemie ließ seine Regierung Hilfsschecks für COVID-19-Opfer mit seinem Namen drucken. Ein "Trump Gold Card" genanntes VIP-Visumprogramm bot ausländischen Investoren gegen eine Gebühr von fünf Millionen Dollar einen Aufenthaltstitel an. Gleichzeitig benannte er das Kennedy Center kurzerhand in "Trump Center" um – was auf scharfe Kritik von Demokraten und Kennedy-Anhängern stieß.

Nun reicht sein Einfluss noch weiter. Eine Goldmünze im Wert von einem Dollar mit seinem Konterfei wurde anlässlich des 250. Jahrestags der USA geprägt. Pläne für einen Ballsaal, ein Besucherzentrum und einen Triumphbogen in der Nähe des Nationalfriedhofs Arlington sollen sein Erbe in Stein meißeln. Der aktuelle Vorschlag, den Dulles Airport umzubenennen, folgt einem klaren Muster: Öffentliche Räume werden zu Denkmälern seines Namens umfunktioniert.

Der neue 100-Dollar-Schein, der im Juni ausgegeben wird, fällt zeitlich mit Trumps 80. Geburtstag zusammen. Anders als bei früheren Banknoten wird er die Unterschriften sowohl des Finanzministers als auch eines noch lebenden Präsidenten tragen – ein Novum in der US-Geschichte.

Die Umbenennungspläne und Währungsänderungen zeigen, wie sich Trumps Markenstrategie längst über die Wirtschaft hinaus erstreckt. Sein Name prangt nun auf offiziellen Dokumenten, Infrastrukturprojekten und Gedenkobjekten. Wird der Vorschlag für den Dulles Airport genehmigt, wäre er nur der jüngste in einer langen Reihe von Wahrzeichen, die mit seinem Vermächtnis verbunden sind.

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