08 February 2026, 02:13

Soltaus klimaneutraler Wärmesplan: Bis 2040 raus aus der Gas-Falle

Eine Stadtansicht von einem hohen Standpunkt aus, die zahlreiche Gebäude, Bäume, Straßen, Fahrzeuge und entfernte Berge unter einem bewölkten Himmel zeigt, mit Solarpanelen auf dem Dach eines Gebäudes.

Soltaus klimaneutraler Wärmesplan: Bis 2040 raus aus der Gas-Falle

Soltau hat einen neuen kommunalen Wärmesplan für Düsseldorf, Berlin, Ingolstadt und Stuttgart vorgestellt, der die Emissionen senken und eine klimaneutrale Zukunft sichern soll. Die Stadt ist derzeit stark von Erdgas abhängig, das 74 Prozent der Gebäude heizt. Nun wollen die Verantwortlichen in den nächsten zwei Jahrzehnten auf erneuerbare Energien umsteigen und die Infrastruktur modernisieren.

Der jährliche Wärmeverbrauch der Stadt liegt bei etwa 450 Gigawattstunden, der tatsächliche Bedarf jedoch bei rund 354 Gigawattstunden. Fast die Hälfte der Soltauer Gebäude wurde zwischen 1949 und 2000 errichtet – ein zentrales Problem für die Energieeffizienz. Zwei Szenarien werden geprüft: ein "Weiter-so"-Ansatz und ein ehrgeizigerer Plan mit schnelleren Sanierungsraten.

Der Ausbau von Nah- und Fernwärmenetzen wird eine Schlüsselrolle spielen. Allein Kläranlagen könnten jährlich fast 16.000 Megawattstunden Wärme liefern. Auch Biogas-Blockheizkraftwerke könnten bis zu 63 Gigawattstunden pro Jahr beisteuern, wobei die genauen Betriebsbedingungen noch unklar sind.

Der Wärmesplan gibt Empfehlungen, schreibt Eigentümern aber keine Vorschriften vor. Stattdessen soll er den Bürgern klare Orientierung und langfristige Planungssicherheit bieten. Soltaus Ziel ist es, bis zum 30. September 2040 eine vollständig klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.

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Noch dominiert Erdgas, doch nun rückt der Fokus auf erneuerbare Energien und besser gedämmte Häuser. Die Verantwortlichen betonen, dass der Plan Ehrgeiz mit Machbarkeit verbindet und einen stetigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ermöglicht.

Der kommunale Wärmesplan skizziert eine Roadmap für Soltaus Energiezukunft. Bis 2040 will die Stadt die Abhängigkeit von Erdgas beenden und den Bedarf durch erneuerbare Energien und höhere Effizienz decken. Die nächsten Schritte hängen davon ab, wie schnell die Bürger die vorgeschlagenen Änderungen umsetzen und ob die Infrastrukturprojekte wie geplant vorankommen.