09 March 2026, 20:08

SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab

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Jusos fordern Mitgliederbefragung nach SPD-Wahlschlappe - SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab

Die SPD in Baden-Württemberg hat ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis eingefahren und nur noch 5,5 Prozent der Stimmen erhalten. Die schwere Niederlage hat Forderungen nach tiefgreifenden Reformen innerhalb der Partei ausgelöst – die Jungsozialisten fordern einen Führungswechsel und eine inhaltliche Neuausrichtung.

Der Niedergang der Partei vollzog sich rasant: Bei der Landtagswahl 2021 hatte die SPD noch 15,1 Prozent geholt, bereits ein Rückgang gegenüber den 18,6 Prozent von 2016. Bei der Europawahl 2024 brach die Unterstützung dann auf 5,5 Prozent ein. Analysten nennen mehrere Gründe: den Aufstieg der AfD in der Migrationsdebatte, die Rückkehr der CDU unter Friedrich Merz, interne SPD-Streitigkeiten über die Wirtschaftspolitik sowie wachsende Unzufriedenheit mit der Ampelkoalition auf Bundesebene. Zudem wandten sich linksgerichtete Wähler vermehrt den Grünen zu.

Nach der Niederlage kündigte Andreas Stoch, Landesvorsitzender und Fraktionschef der SPD, seinen Rücktritt von beiden Ämtern an. Die Jusos, der Jugendverband der Partei, drängen seitdem auf einen radikalen Neuanfang. Daniel Krusic, Landesvorsitzender der Jusos, wirft der aktuellen Führung vor, für das Desaster verantwortlich zu sein, und hält sie für unfähig, die Partei durch die Krise zu steuern.

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Die Jusos setzen sich nun für eine Mitgliederabstimmung zur Wahl des neuen Vorsitzenden ein. Eine Erneuerung müsse "von der Basis kommen, aus der Mitte unserer Mitgliedschaft", betonen sie.

Die Zukunft der SPD in Baden-Württemberg bleibt nach diesem historischen Tief ungewiss. Führungswechsel und eine mögliche Stärkung basisdemokratischer Entscheidungsprozesse könnten die Partei neu ausrichten. Derzeit steht jedoch der Wiederaufbau der Wählergunst vor den anstehenden Wahlen im Mittelpunkt.

Quelle