20 April 2026, 10:08

Stadt übernimmt Niederberg Süd-Ost für kreatives Viertel mit Bergbau-Erbe

Ausführliche alte Stadtkarte mit nummerierten Gebäuden, Straßen und Text, der eine geplante Entwicklung am unteren Rand anzeigt.

Stadt übernimmt Niederberg Süd-Ost für kreatives Viertel mit Bergbau-Erbe

Die Stadt hat die volle Eigentümerschaft über das Gelände Niederberg Süd-Ost übernommen, das sich über mehr als 120.000 Quadratmeter erstreckt. Dieser Schritt ist Teil eines langfristigen Plans, das Areal in ein kreatives Viertel umzuwandeln. Die Behörden bestätigten den Erwerb im März 2023, nachdem eine Einigung mit der RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI) erzielt worden war.

Die Übertragung des Geländes markiert einen entscheidenden Meilenstein im Integrierten Städtischen Entwicklungskonzept der Stadt. Der Stadtrat hatte bereits einen Masterplan für das Gebiet verabschiedet, der die Bewahrung des industriellen Erbes des ehemaligen Bergwerks vorsieht. Im Rahmen der Vereinbarung wurde die RAG MI von ihren verbleibenden städtebaulichen Verpflichtungen gegenüber der Stadt entbunden – mit deren Zustimmung.

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Die Stadt kontrolliert nun nicht nur das Gelände Niederberg Süd-Ost, sondern auch die verbleibenden Grünflächen und Straßen im nahegelegenen Wohnviertel Dicksche Heide. Die übernommenen Bauwerke – darunter mehrere Fördergerüste – erfordern jedoch umfangreiche Sanierungsarbeiten. Bevor eine Weiterveräußerung möglich ist, müssen Verstärkungs- und Renovierungsmaßnahmen durchgeführt werden, wobei die Kosten beträchtlich sind. Allein die Sanierung eines Fördergerüsts würde über eine Million Euro betragen, doch die Landesförderung deckt nur einen Turm ab.

Um die bergbauliche Vergangenheit des Geländes zu würdigen, plant die Stadt die Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen und Vereinen. Diese Bemühungen zielen darauf ab, die historische Bedeutung des Gebiets zu erhalten und gleichzeitig die Neugestaltung voranzutreiben.

Mit dem Erwerb ist der Weg frei, das Vorhaben eines kreativen Viertels konsequent umzusetzen. Strukturelle Herausforderungen – insbesondere bei den Fördergerüsten – bleiben zwar bestehen, doch Finanzierung und Partnerschaften sind nun gesichert. Die nächsten Schritte werden darin bestehen, Denkmalschutz und Entwicklung auf dem neu erworbenen Gelände in Einklang zu bringen.

Quelle