16 April 2026, 20:09

Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 – doch die Schuldenfalle droht bis 2030

Schwarz-weiß-Karte einer Stadt mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes Nahverkehrsbahnprojekt", zeigt Straßen, Autobahnen und Stadtmerkmale.

Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 – doch die Schuldenfalle droht bis 2030

Der Stadtrat hat den Haushalt für 2026 verabschiedet, doch finanzielle Herausforderungen zeichnen sich ab. Trotz unveränderter Steuersätze bedrohen wachsende Schulden und schrumpfende Rücklagen die langfristige Stabilität. Beamte warnen, dass die aktuelle Entwicklung die städtischen Rücklagen bis 2030 aufzehren könnte.

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Der Haushalt 2026 sieht Investitionen in Höhe von 92 Millionen Euro vor – ohne Erhöhungen bei Grund- oder Gewerbesteuern. Zu den Schwerpunkten zählen Sanierungen an Schulen, der Neubau einer Feuerwehrwache sowie Modernisierungen am kommunalen Betriebshof. Auch die Entwicklung des Weberei-Geländes wird gefördert.

Die Personalkosten bleiben stabil, Neueinstellungen sind nur in Bereichen möglich, für die bereits Mittel bereitstehen. Allerdings muss ein Fehlbetrag von 16,8 Millionen Euro durch die Rücklagen ausgeglichen werden. Bis 2029 könnte die Verschuldung auf etwa 344 Millionen Euro anwachsen – ein alarmierendes Signal für die Haushaltslage.

Der Haushalt erhielt Zustimmung von CDU, SPD, BfGT, FDP und einem einzelnen Mitglied der Grünen. Ablehnung kam von AfD, der Linken und neun Grünen-Abgeordneten. Die Stadtspitze betont, den "Schuldenkreislauf" durchbrechen zu müssen, bevor die Rücklagen aufgebraucht sind.

Ohne Kurskorrektur droht bis 2030 der fast vollständige Verbrauch der finanziellen Reserven. Die Kreditaufnahme wird steigen, und künftige Haushalte könnten vor noch schwierigeren Entscheidungen stehen. Nun geht es darum, Investitionen mit langfristiger Haushaltskonsolidierung in Einklang zu bringen.

Quelle