07 February 2026, 00:11

Streikwelle im öffentlichen Dienst: Niedersachsen und Bremen legen die Arbeit nieder

Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Straße und hält ein Transparent mit der Aufschrift "Kein Grind Lo Feuer" in Protest, mit Gebäuden, Bäumen, Masten, Schildern, Fahrzeugen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Streikwelle im öffentlichen Dienst: Niedersachsen und Bremen legen die Arbeit nieder

Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Niedersachsen und Bremen streiken diese Woche – Lohnverhandlungen gescheitert

Die Gewerkschaft ver.di hat zu Arbeitsniederlegungen in zentralen Bereichen aufgerufen, darunter Krankenhäuser und Hochschulen. Die Arbeitnehmer fordern höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Jobsecurity.

Betroffen sind Universitätskliniken, Landesstraßenbauverwaltungen und Bildungseinrichtungen. In Hannover und Bremen beteiligen sich Beschäftigte, die unter den Tarifverträgen der Länder fallen. In Bremen beginnt um 9:00 Uhr eine Kundgebung auf der Bürgerweide, es folgen Reden ab 9:30 Uhr und ein Demonstrationszug um 10:30 Uhr, der um 11:45 Uhr vor der Senatsfinanzbehörde endet.

Ver.di verlangt für rund 245.100 Beschäftigte in Niedersachsen und 39.000 in Bremen eine monatliche Lohnerhöhung von 7 Prozent. Geringverdiener sollen mindestens 300 Euro mehr pro Monat erhalten. Zudem fordert die Gewerkschaft eine 20-Prozent-Punkte-Erhöhung bei Schicht- und Überstundenzuschlägen sowie einen Zuschlag von 200 Euro für Berufsanfänger.

Weitere Forderungen umfassen die Übernahme in Festanstellungen nach der Ausbildung und einen Mindestlohn für studentische Hilfskräfte. Die Gewerkschaft besteht auf eine 12-monatige Laufzeit für den neuen Tarifvertrag im öffentlichen Dienst (TV-L). Die aktuellen Forderungen knüpfen an die bundesweiten Verhandlungen 2024/2025 an, in denen ver.di in Ländern wie Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bereits 12 bis 15 Prozent mehr Lohn gefordert hatte.

Warnstreiks im Gesundheitswesen und bei Kommunalbeschäftigten haben bereits in mehreren Regionen stattgefunden. Die neuen Arbeitskampfmaßnahmen erhöhen den Druck auf die Arbeitgeber, den Forderungen nachzugeben.

Die Streiks werden die Versorgung in Niedersachsen und Bremen beeinträchtigen. Sollten die Forderungen durchgesetzt werden, könnte dies bundesweit Maßstäbe für die Bezahlung im öffentlichen Dienst setzen. Die Verhandlungen bleiben derzeit festgefahren, da beide Seiten keine Kompromissbereitschaft zeigen.