Streit um Michael-Jackson-Biopic: Paris Jackson greift Nachlassverwaltung an
Noah JägerStreit um Michael-Jackson-Biopic: Paris Jackson greift Nachlassverwaltung an
Ein langjähriger Rechtsstreit um die Verwaltung des Nachlasses von Michael Jackson und den bevorstehenden Biopic Michael ist eskaliert. Der Film, der wegen Nachdrehs um ein Jahr verschoben wurde, soll nun trotz Spannungen zwischen den Testamentsvollstreckern des Nachlasses und der Tochter des verstorbenen Sängers, Paris Jackson, erscheinen.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen John Branca und John McClain, die den Nachlass seit Jacksons Tod 2009 verwalten. Unter ihrer Führung hat sich der Nachlass durch Projekte wie eine Konzertdokumentation, ein Broadway-Musical und eine Cirque-du-Soleil-Show zu einem Milliardengeschäft entwickelt.
In dem Biopic Michael übernimmt Jaafar Jackson die Rolle des Popikone, während Colman Domingo und Nia Long seine Eltern verkörpern. Miles Teller spielt John Branca, Jacksons langjährigen Unterhaltungsanwalt. Die Produktion verzögerte sich, nachdem der Nachlass eine Handlung um einen Ankläger strich, um einer außergerichtlichen Einigung nachzukommen.
Paris Jackson hat den Film wiederholt scharf kritisiert und ihn als "zuckerbeschichtet" und "unehrlich" bezeichnet. Zudem fordert sie mehr Transparenz bei der Verwaltung des Nachlasses. Die Anwälte des Nachlasses warfen ihr daraufhin vor, sie inszeniere "Boulevard-Presseauftritte" und "stürme Anhörungen", um Branca und McClain zu diskreditieren.
Der Nachlass befindet sich seit 17 Jahren in der Nachlassabwicklung und hat in dieser Zeit enorme Einnahmen generiert. Trotz des finanziellen Erfolgs zeigt der Rechtsstreit mit Paris Jackson keine Anzeichen einer Entspannung. Der Streit dreht sich nun sowohl um die Darstellung ihres Vaters im Film als auch um die allgemeine Handhabung seines Vermächtnisses.
Die Veröffentlichung von Michael markiert ein weiteres Kapitel in der anhaltenden Saga um Jacksons Nachlass. Angesichts der anhaltenden juristischen Spannungen könnte die Resonanz auf den Film davon abhängen, wie Publikum und Familie des Sängers auf die Darstellung seines Lebens reagieren. Während die Testamentsvollstrecker ihre Verwaltung weiter verteidigen, beharrt Paris Jackson auf ihren Forderungen nach Rechenschaftspflicht.






