14 March 2026, 18:10

Streit um Schiedsrichter: Leverkusen und Bayern remisen nach VAR-Chaos

Ein Schiedsrichter in Schwarz-Weiß-Haltung hält eine Rote Karte vor einer Menge von Menschen in Fußballuniformen hoch, mit einem Zaun im Hintergrund.

"In Leben, kein Schwalbe": Bayern ärgerlich nach Diaz-Roter Karte - Streit um Schiedsrichter: Leverkusen und Bayern remisen nach VAR-Chaos

Bayer Leverkusen und der FC Bayern München trennten sich am 14. März 2026 mit einem 1:1-Unentschieden – doch die Partie stand ganz im Schatten umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen. Beide Teams verließen frustriert den Platz, denn es waren weniger das Ergebnis als vielmehr fragwürdige Szenen und VAR-Eingriffe, die für Gesprächsstoff sorgten.

Die Kontroversen begannen früh: In der 42. Minute sah Nicolas Jackson nach einem harten, aber zunächst nur mit Gelb geahndeten Foul an Martin Terriers Knöchel doch noch die Rote Karte – der Videoschiedsrichter korrigierte die Entscheidung nach Prüfung. Der FC Bayern akzeptierte die Strafe und verwies auf die strenge Auslegung der Regel 12.

Die Wut bei Leverkusen wuchs, als zwei Treffer aberkannt wurden. Sowohl Jonathan Tahs Tor in der 26. Minute als auch Harry Kanes Führungstreffer in der 61. Minute fielen der Handspielregel zum Opfer – seit der Saison 2021/22 werden bewusste Armberührungen konsequenter geahndet. Bayerns Torhüter Sven Ulreich kritisierte später den VAR-Eingriff bei Kanes Tor als "überflüssig" und hinterfragte die Notwendigkeit der Korrektur.

Der Höhepunkt der Eskalation folgte in der 84. Minute: Luis Díaz flog nach einer zweiten Gelben Karte vom Platz – doch weder Spieler noch Betreuer verstanden die Entscheidung. Trainer Vincent Kompany und Verteidiger Jonathan Tah bezeichneten die Rote als "völlig ungerechtfertigt". Nach Spielende gab Schiedsrichter Christian Dingert zu, im Nachhinein einen Fehler gemacht zu haben.

Sky-Experte Patrick Helmes nannte die Schiedsrichterleistung zwar "regelkonform, aber uncool". Die Partie endete ohne weitere Zwischenfälle, doch die Diskussionen über die Entscheidungen hielten auch nach dem Schlusspfiff an.

Am Ende blieb bei beiden Teams das Gefühl, dass die Einheitlichkeit der Spielleitung zu wünschen übrig ließ. Dingerts Fehleinschätzung bei Díaz' Platzverweis verstärkte die Verunsicherung, während die strenge Handspiel-Auslegung des VAR auf Kritik stieß. Ein weiteres Beispiel dafür, wie Schiedsrichterentscheidungen in hochklassigen Spielen oft den Sport in den Hintergrund drängen.

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