03 February 2026, 22:35

Streit um Stellenabbau: Jungheinrich-Verhandlungen in Lüneburg gehen in die nächste Runde

Eine Zeichnung von einem Mann und einer Frau, die auf dem Boden stehen und neben sich einen Eimer haben, mit dem Text "Die wahre Gewerkschaft" darunter.

Diskussionen bei Jungheinrich: IG Metall sagt Kundgebung ab - Streit um Stellenabbau: Jungheinrich-Verhandlungen in Lüneburg gehen in die nächste Runde

In Lüneburg (Niedersachsen) haben die Verhandlungen über die Zukunft des Jungheinrich-Werks begonnen. Seit dem 20. November streiken die Beschäftigten – im Mittelpunkt der Gespräche stehen nun Stellenabbau und Abfindungsregelungen. Beide Seiten streben eine Einigung über Sozialpläne und Entschädigungsleistungen an.

Das Werk in Lüneburg beschäftigt derzeit rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon haben 140 sichere Büroarbeitsplätze, während 190 Industriejobs aufgrund einer geplanten Produktionsverlagerung unsicher sind. Die Belegschaft ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich geschrumpft, was zu dem seit Ende November 2023 andauernden Streik führte, der nun bis in den Februar 2026 hineinreicht.

Die Verhandlungen konzentrieren sich auf drei zentrale Punkte: einen Interessenausgleich, einen Sozialplan sowie eine betriebliche Vereinbarung zu Sozialleistungen. Der Sozialplan sieht unter anderem zusätzliche Leistungen für Gewerkschaftsmitglieder vor. Allerdings unterliegen die genauen Details einer Vertraulichkeitsvereinbarung und können nicht öffentlich gemacht werden.

Die beteiligte Gewerkschaft IG Metall hat kürzlich eine geplante Pressekonferenz und eine Protestaktion abgesagt. Sowohl die Unternehmensführung als auch die Arbeitnehmervertretung werden von Montag bis Donnerstag nächster Woche wieder am Verhandlungstisch sitzen, um die Gespräche fortzusetzen.

Ziel der Verhandlungen ist es, den Konflikt um Arbeitsplatzverluste und Entschädigungen beizulegen. Rund 190 Industriearbeiter sind weiterhin von der Schließung betroffen, da die Produktion an andere Standorte verlegt wird. Eine endgültige Einigung würde die Höhe der Abfindungen und die künftige soziale Absicherung der betroffenen Beschäftigten regeln.