Strom wird günstiger – doch Gaspreise könnten bald wieder steigen
Strompreise in Deutschland sinken – dank wachsendem Anteil günstiger erneuerbarer Energien. Doch Sorgen bleiben bei den Gaskosten: Die Regulierungsbehörden warnen vor möglichen Preiserhöhungen in künftigen Abrechnungen. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, rief die Haushalte zudem auf, sparsamer mit Gas umzugehen.
Der Rückgang der Strompreise ist auf den steigenden Anteil erneuerbarer Energien im deutschen Energiemix zurückzuführen. Wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, fallen die Preise mitunter sogar ins Negative – ein Problem, dem die Aufsichtsbehörden nun gegensteuern wollen. Müller schloss neue Regelungen nicht aus, um solche Schwankungen einzudämmen. Denkbar wären etwa der Ausbau von Speicherkapazitäten oder die direkte Vermarktung erneuerbarer Energien über Börsen statt über feste Tarife.
Bei Gas profitieren die meisten Haushalte noch von Preisgarantien, die ein Jahr oder länger gelten. Doch Müller warnte, dass Folgeverträge teurer werden könnten – wenn auch nicht so drastisch wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, weiter Energie zu sparen, und forderte die Verbraucher auf, ihren Verbrauch wo immer möglich zu reduzieren.
Die Bundesnetzagentur schließt nicht aus, dass die Gasrechnungen steigen, sobald die aktuellen Festpreisverträge auslaufen. Allerdings rechnen die Behörden damit, dass mögliche Erhöhungen unter den extremen Spitzenwerten der vergangenen Jahre bleiben dürften.
Während die Stromkosten dank des Ausbaus erneuerbarer Energien sinken, könnten die Gaspreise nach Ablauf der bestehenden Verträge wieder anziehen. Die Regulierungsbehörden prüfen Maßnahmen zur Stabilisierung der Energiemärkte, darunter den Ausbau von Speichern und Reformen des Marktmodells. Die Haushalte werden aufgefordert, ihren Verbrauch im Auge zu behalten, während sich die Lage weiterentwickelt.






